Musik : Skerryvore rockt die Ulmenhofschule

Vor allem Dudelsack-Klänge sorgten für zusätzlichen Schwung im ohnehin schin erfrischenden Repertoire von Skerryvore.
Vor allem Dudelsack-Klänge sorgten für zusätzlichen Schwung im ohnehin schin erfrischenden Repertoire von Skerryvore.

Kulturverein PEP holt schottische Band nach Kellinghusen. Vom Publikum gab es Standing Ovations.

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31. März 2014, 12:15 Uhr

Kaum gab es einmal wieder Irish Folk in Kellinghusen zu hören, war auch schon Stimmung in der Bude. Die schottische Band Skerryvore rockte am Wochenende mit ihrem Celtic Rock aus Schottland die Ulmenhofschule. In einem ziemlich gut gefüllten Saal war das Publikum von der schwungvollen Interpretation des irischen Liedguts begeistert.

Auf Einladung des Kulturvereins PEP hängten sich Daniel Gillespie (Akkordeon), Martin Gillespie (Bagpipes, Whistles), Fraser West (Drums), Alec Dalglish (Lead Vocals, Gitarre) und Colin Cunningham (Bass) sowie Craig Espie (Fiddle) ordentlich rein. Die Jungs von der Insel der schottischen Inneren Hebriden lassen sich besonders von den Orten voller Mystik und Einsamkeit inspirieren, und die Freude daran merkte man ihnen auch bei ihrem Auftritt auf dem Festland an.

Die mehrfach ausgezeichnete und preisgekrönte Formation, die vom Irish Folk Festival in Poyenberg in der Region bekannt ist, begeisterte auch in Kellinghusen mit ihrem außergewöhnlichen und erfrischenden Sound.

Eineinhalb Stunden lang stellte die nach dem Leuchtturm auf der Isle of Tiree benannte Band einen Querschnitt aus ihren bislang vier CDs vor. Neben der eingängigen Stimme des Frontmannes Alec Dalglish hatten vor allem die Melodien einen hohen Wiedererkennungswert. So schafften sie mit ihrem traditionell angelegten Sound einen Spannungsbogen zwischen Singer/Songwriting von heute und dem archaischen Klang schottischer Instrumente wie Akkordeon, Fiddle und Bagpipes. Auf diesem Fundament konnten sich die Beats und Grooves von Skerryvore entfalten.

PEP-Mitorganisator Rainer Werdt freute sich: „Der Saal ist mal wieder gut gefüllt, und es sind viele Zuhörer hier, die sonst vielleicht nicht kommen.“

Trotz ihrer mitreißenden Instrumentals und des eingänglichen Sounds blieb das Publikum allerdings bis zum Schluss auf den Sitzen, spendete von dort allerdings heftigen Applaus. Selbst die Feststellung von Sänger Alec Dalglish, sie könnten ja nun ein wenig tanzen, denn genügend Bier sei ja wohl geflossen, half da nicht weiter.

Erst als die Band sie aufforderte, für die Zugabe aufzustehen, riss es sie dann doch noch von den Sitzen. Die letzten drei Songs erlebten Band und Zuschauer stehend – mit anschließenden standing ovations.

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