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Schule mit Verbraucherbildungs-Profil : Sinnvoll konsumieren

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Die Gemeinschaftsschule Wilster wird landesweite Modellschule Verbraucherbildung. Eine große Auftaktveranstaltung ist geplant, doch das Interesse geladener Gäste daran ist noch gering. Sie können sich noch heute und Morgen anmelden.

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erstellt am 01.Okt.2013 | 17:00 Uhr

Es ist eine besondere Herausforderung – und gleichzeitig eine Chance, ein ganz eigenes Schulprofil und damit ein Alleinstellungsmerkmal für Wilster, die Region und Schleswig-Holstein entwickeln zu können: Die Gemeinschaftsschule (GemS) Wilster wird Schule mit Verbraucherbildungs-Profil und landesweite Modellschule Verbraucherbildung der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz. Bundesweit gibt es nur eine Verbraucher-Grundschule und neben Wilster lediglich zwei weitere Verbraucher-Gemeinschaftsschulen.

„Die Entwicklung in Wilster wird auf Landesebene von allen Parteien berüßt“, betont Fachlehrerin Dorothea Venzke. Entsprechende Signale erhielt sie während einer bildungspolitischen Veranstaltung der Verbraucherzentrale in Kiel. „Und das Bildungsministerium hat besonderes Interesse an der Entwicklung“, fügt Schulleiterin Marlis Krumm-Voeltz hinzu. „Es ist eine Ehre hier Modellschule sein zu dürfen“, betont die Schulleiterin und erläutert, dass mit den Verbraucherschulen jetzt erprobt und demonstriert werden soll, wie die Vermittlung von Konsum- und Alltagskompetenzen im Schulalltag erfolgreich gelingen kann. Die beteiligten Schulen entwickeln ein besonderes Schulprofil – mit dem Ziel, dass ihre Schüler „selbstbestimmte, reflektierte und verantwortungsbvewusste Konsumentscheidungen“ treffen können. Krumm-Voeltz: „Das geschieht bei uns durch die Vermittlung von Handlungsstrategien.“ Dabei, so Dorothea Venzke, gehe es nicht um richtig oder falsch, vielmehr solle den Schülern grundlegend Sicherheit in den Bereichen finanzielle Grundbildung, Medienkompetenz, Ernährung und nachhaltiger Konsum in Unterricht und Schulalltag vermittelt werden. Marlis Krumm-Voeltz dazu: „Die Leibnitz-Schule zum Beispiel wirbt mit Medienkompetenz und finanzieller Grundbildung ab der fünften Klasse; das machen wir auch!“ Verbraucherbildung ist an der GemS Wilster von der fünften bis zur zehnten Klasse Unterrichtsfach. An vielen anderen Schulen werde das Fach nicht erteilt, weil die Fachkraft fehle. Und auch dafür nimmt die GemS Wilster eine Vorreiterrolle ein. „Wir sehen uns als Multiplikatoren“, so Dorothea Venzke. Die GemS Wilster gewährt auch Lehrkräften anderer Schulen Einblick in die Unterrichtsgestaltung, die von Verbraucherzentrale und Kooperationspartnern unterstützt und von der Universität Flensburg begleit werden. Mehr noch: Von Schleswig-Holstein aus könne die Modellschule Verbraucherbildung in Wilster Impulse geben für alle anderen Bundesländer, in denen das Fach noch nicht über einen Lehrplan verankert ist.

Marlis Krumm-Voeltz weist in dem Zusammenhang auch auf die Leitlinien des Bündnis für Verbraucherbildung hin: „Nur wer im Alltag wirtschaftliche, rechtliche, ökologische und finanzielle Zusammenhänge erkennt und verwerten kann, wird sinnvolle Konsum-Entscheidungen treffen können. Vielen Kindern, Jugendlichen und Ehrwachsenen fehlen diese Kompetenzen. Dies kann zu erheblichen Wohlstandsnachteilen und gesamtgesellschaftlichen Problemen führen.“

Entsprechend ist die Entwicklung der GemS Wilster zur Schule mit Verbraucherbildungs-Profil und Modellschule Verbraucherbildung der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz ein wegweisendes Ereignis, das mit geladenen Gästen am 25. Oktober gefeiert werden soll. Allerdings wird momentan die Vorfreude darauf etwas getrübt: Die Resonanz der Anmeldungen, um die die Schule bis morgen, 2. Oktober, unter 04823/322 oder E-Mai: gemeinschaftsschule.wilster@schule.landsh.de gebeten hatte, lässt noch zu Wünschen übrig. „Aus dem Schulverband haben sich nur drei Personen angemeldet“, bedauert Marlis Krumm-Voeltz. Zudem wurden Einladungen an weitere Offizielle, an alle Schulleiter der Grundschulen sowie Eltern der Viertklässler an Wolfgang-Ratke-Schule, den Grundschulen Wilstermarsch (St. Margarethen/Wewelsfleth), Wacken und Heiligenstedten geschickt. Zudem an alle Eltern der 5. und 6. Klassen sowie der WPU-Klassen der Gemeinschaftsschule Wilster. Auch viele Teilnehmer, „die uns zukünftig über die Schulter schauen möchten, das heißt unser Fortbildungsangebot und unsere Erfahrungen für die Entwicklung in den eigenen Schulen nutzen möchten“, unterstreicht Marlis Krumm-Voeltz.

Sie wünscht sich heute und Morgen einen Anmeldeboom für die Veranstaltung, die die Schüler der Gemeinschaftsschule und die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein mit Aktionen rund um das Thema Verbraucherbildung begleiten werden.

 

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