Sinfoniekonzert: Von beschwingt bis düster und bedrückend

Hauptrollen für Fagott und Klarinette: Die Smetana Philharmoniker Prag beim Auftritt im Theater Itzehoe.
Hauptrollen für Fagott und Klarinette: Die Smetana Philharmoniker Prag beim Auftritt im Theater Itzehoe.

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25. Oktober 2018, 13:48 Uhr

Die Smetana Philharmoniker Prag präsentierten ein interessantes Programm beim Sinfoniekonzert II im Theater Itzehoe. Mit Hans Richter als Dirigent sowie den Solisten Aleš Hejcman (Klarinette) und Stépán Rimský (Fagott) begeisterten die Musiker mit der „Sinfonia burlesca“ von Leopold Mozart.

Das Konzert in B-Dur für Klarinette, Fagott und Orchester von Carl Stamitz kam getragener, aber immer noch beschwingt daher. Nach der Pause erklang das Duett-Concertino in F-Dur für Klarinette, Fagott, Harfe und Streicher sowie die „Metamorphosen, Studie für 23 Solostreicher“ von Richard Strauss. Das 1948 uraufgeführte Duett-Concertino soll in Verbindung mit einem Märchen stehen, wobei Klarinette und Fagott die Stellung der Hauptdarsteller einnehmen. Gut zu erkennen war das Geplänkel der beiden Instrumente, berührend die Passage mit Harfe und Fagott. Ganz anders die Metamorphosen. Melancholisch, düster und bedrückend spiegelte das Werk wohl die Stimmung der letzten Monate des Zweiten Weltkriegs wider, in denen der Komponist Richard Strauss im Schweizer Exil saß. Begeisterter Beifall des leider nicht so starken Publikums wurde mit einer Zugabe belohnt.

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