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Freundschaft : „Silberne Hochzeit“ der Gemeinden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

25 Jahre Partnerschaftsvertrag zwischen Hohenlockstedt und Dargun.

Ein ganz besonderes Ereignis führte rund 30 Einwohner aus Dargun am Wochenende in die Partnerstadt Hohenlockstedt: Bürgermeister Jürgen Kirsten hieß die Gäste am Ehrenhain willkommen. Grund für das Treffen: Die Partnerschaft besteht ein viertel Jahrhundert.

„Fast auf den Tag genau vor 25 Jahren haben wir unsere Freundschaft mit dem Partnerschaftsvertrag unterzeichnet“, begann der Gemeindechef seine Rede und erinnerte daran, dass der Vertrag seinerzeit von den Bürgervorsteherinnen beider Gemeinden, Anna Eiselt und Annegreth Lietzau, sowie den damaligen Bürgermeistern Hartmut Claassen und Horst Bollmann unterzeichnet worden seien. Das Datum, 17. Juni, sei nicht zufällig gewählt worden, sondern sollte unter anderem an den Volksaufstand im Jahre 1953 erinnern.

Der starke Freiheitsdrang der Menschen in der damaligen DDR konnte zwar mit Waffengewalt unterdrückt, aber nicht gänzlich ausgelöscht werden, fuhr Kirsten fort. „Mit dem Mauerfall eröffnete sich dann endlich die Chance, die widernatürliche Trennung unseres Vaterlandes zu überwinden – und genau diesen Geist atmet unser Vertrag.“

Rückblickend auf die Anfänge der Partnerschaft bemerkte Kirsten, dass unmittelbar nach der Grenzöffnung politisch Verantwortliche „hier und da“ aktiv wurden und Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme suchten. Schon im Januar 1990 fasste die Stadtvertreterversammlung in Dargun den Beschluss, partnerschaftliche Beziehungen zu Hohenlockstedt aufzunehmen. Es folgten gegenseitige Besuche, und erste freundschaftliche Kontakte wurden geknüpft. So haben sich vor 25 Jahren beide Partner verpflichtet, enge und freundschaftliche Beziehungen zueinander zu unterhalten und die Begegnungen der Vertreter der Gemeinden, der Jugend und aller kultureller, sportlicher, wirtschaftlicher und anderer Vereinigungen tatkräftig zu fördern.

Das diesjährige Jubiläum sei daher ein guter Anlass, die Aktivisten der ersten Stunde noch einmal zusammenzuführen, den Austausch zu intensivieren und eventuell noch mehr Verbindungen zu knüpfen. Besonders erfreut zeigte sich Kirsten, dass diese offiziellen Kontakte auf privater Ebene zahlreiche Freundschaften entstehen ließ, die bis heute regelmäßig gepflegt werden. „Es scheint mir aber notwendig, dass unsere Generation die Übergabe des Staffelstabes in jüngere Hände zielstrebig vorbereitet“, appellierte Kirsten an alle Anwesenden und unterstrich: „Bei allem Positiven – nichts ist so gut, dass es nicht verbessert werden könnte.“ Sehe Kirsten doch insbesondere in den Bereichen Schule, Sportvereine und Firmenkontakte noch Entwicklungspotenzial.

Ehe Kirsten das Wort an seinen Darguner Amtskollegen Karl-Heinz Graupmann übergab, bat er darum, den Geist, der zwischen beiden Gemeinden getroffenen Vereinbarung weiter in die Zukunft zu tragen, damit auch noch die goldene Hochzeit gefeiert werden könne. „Wir sind damals schnell zu einem Brautpaar geworden“, erinnerte der Darguner Gemeindechef an die Unterzeichnung des „Ehevertrages“. Man habe auch nicht lange baggern und flirten müssen – vielmehr haben beide Gemeinden den Willen gezeigt, durch ein besseres Verständnis der Menschen füreinander das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu vertiefen. „Wir haben uns damals viel vorgenommen und bis heute viel geschafft – ohne zu wissen, wie sich alles entwickelt“, sagt Graupmann. So übernehmen beiden Gemeinden die gleichen Verantwortungen, seien umgeben von Industrie und der gewerblichen Wirtschaft und auch das gedeihliche Nebeneinander von Wohnen und Gewerbetätigkeit nehme in beiden Kommunen einen hohen Stellenwert ein.

Den Festansprachen schlossen sich ein Sektempfang mit Vorstellung des Imagefilmes über Hohenlockstedt im Käsehof Möllgaard, eine Ortsführung durch den Verein „Kultur und Geschichte“, eine Baumpflanzung sowie die Besichtigung des Museums am Wasserturm an, ehe sich die „Ehepaare“ erst einmal wieder trennen mussten.

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