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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 23:52 Uhr

Sihi: 60 Jobs in Gefahr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 11.Mär.2016 | 05:00 Uhr

Den Gewinn bei Sterling Sihi bis zum Jahr 2017 verdoppeln – das war das erklärte Ziel der Flowserve Corporation aus dem amerikanischen Texas, als sie vor gut einem Jahr den Pumpenbauer aus der Lindenstraße übernahm. Dafür sollten unter anderem Synergien genutzt werden, hieß es. Jetzt die Nachricht: 60 Stellen sollen an den Standorten Itzehoe und Tönning weg fallen, mehr als zehn Prozent der Belegschaft.

Von der Geschäftsleitung war dazu gestern keine Aussage zu erhalten, vom Betriebsratsvorsitzenden Willi Steinke schon: „Die Bestürzung hier am Standort ist natürlich riesengroß. Wir sind von anderen Voraussetzungen ausgegangen.“ Nämlich denen, dass Flowserve in die vor der Übernahme nicht vorhandene Sparte der Vakuumpumpen investiert und Itzehoe dabei die zentrale Rolle spielt. Der Konzern habe schon Standorte geschlossen, weil der schwache Öl- und Gasmarkt das Geschäft hemmt. Jetzt werde wohl auch Itzehoe mit in die Verantwortung genommen, obwohl die hiesigen Produkte kaum im Bereich Öl und Gas zum Einsatz kämen.

Eine Ausrede sieht darin auch Kai Trulsson, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Unterelbe. Von Beginn an habe Flowserve vorgehabt, Sihi in den Konzern einzugliedern. Mit dem Betriebsrat will die Gewerkschaft am Montag das Vorgehen beraten, die Geschäftsleitung hat laut Steinke vorgeschlagen, ab 23. März zu verhandeln. Den Termin sieht er allerdings skeptisch mangels Informationen über die Pläne: „Wir wissen noch nicht viel.“

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