zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 22:18 Uhr

Denkmalschutz : Sieben ausgezeichnete Denkmäler

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Denkmalschützer verleihen der Stadt Glückstadt und Privatpersonen Plaketten für gelungene Sanierungen

von
erstellt am 28.Dez.2016 | 05:00 Uhr

Beate von Malottky und Berthold Köster brachten besondere Geschenke mit nach Glückstadt. Im Gepäck hatten die Denkmalpfleger von Kreis und Land sieben Denkmalplaketten plus Schrauben, um sie fachgerecht an die Hauswände anbringen zu können. Vier gingen an die Stadt Glückstadt, drei an Privatpersonen. Zudem gab es Urkunden des Landes Schleswig-Holstein.

Zunächst besuchten von Malottky und Köster Bürgermeisterin Manja Biel und Bauamtsleiter Lüder Busch im Rathaus. Dort überreichten sie die Plaketten für die Sanierung des Wasmer-Palais in der Königstraße 36, für das Brockdorff-Palais, in dem das Detlefsen-Museum am Fleth untergebracht ist, für das Haus „Quasi non possidentes“ am Hafen 46, welches die Stadt für Kunstausstellung zur Verfügung stellt, und für das Rathaus selbst.

„Auf der Plakette ist das Landeswappen zu sehen“, erklärte Köster, der als Denkmalschützer für das Land Schleswig-Holstein arbeitet. Und er verblüffte mit vier Tüten voller Schrauben. „Die Plaketten sind heiß begehrt“, klärte Köster über Diebstähle auf. Deshalb habe er „Einwegschrauben“ mitgebracht, die keiner herausdrehen könne. Die sanierten Objekte der Stadt würdigte Köster alle als „Schmuckstücke“.

Beate von Malottky und Berthold Köster sind so begeistert von privaten Sanierungen an denkmalgeschützten Häusern, dass sie auch gerne noch mehr verteilen würden. Köster betonte: „Damit wollen wir das Engagement der Bürger ehren.“ Denn die Plaketten bedeuteten eine gute Werbung für die Objekte selbst, aber auch für den Denkmalschutz.

Vom Rathaus aus ging es dann in die Schlachterstraße 23. Dort leben Mareike und Jörg Charles in einem Fachwerkhaus, welches viele historische Schätze im Inneren des Hauses birgt. Es ist noch nicht vollständig saniert, gewürdigt wurde das bisherige Engagement. Auch die direkten Nachbarn, Andrea Koltes und Gerd Spieker, wurden ausgezeichnet. Die Fassade ihres Hauses ist bereits fertig, im Inneren wird noch gearbeitet.

Für ein weiteres Haus kam Architekt Jan-Peter Witte dazu. Er erzählte, wie sich das Objekt am Hafen 13 entwickelt hatte. Als die Besitzerin gestorben war, gab es viele Probleme mit Feuchtigkeit, Hausschwamm und Technik. „Aber die ursprüngliche Substanz war in Ordnung.“ Sogar der alte Stuck an der Decke war noch vorhanden. Die neue Besitzerin – sie lebt in den Niederlanden – ließ alles aufwendig sanieren. Im Obergeschoss wurde aus zwei Zimmern die Trennwand herausgenommen und der ursprüngliche Saal, „ein symmetrischer Raum“, wieder hergestellt. Das gesamte Haus steht jetzt unter Denkmalschutz. Die Behörde zahlte einen Zuschuss, um den Stuck an der Decke wieder zu restaurieren.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen