Sie wollen in den Seniorenbeirat

Die Kandidaten für den Brunsbütteler Seniorenbeirat.
Die Kandidaten für den Brunsbütteler Seniorenbeirat.

15 Bewerber treten an zur Wahl am 19. Juni / 4200 Brunsbütteler ab 60 Jahren entscheiden über Besetzung der neun Plätze

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07. Mai 2015, 11:14 Uhr

In der Schleusenstadt soll erstmals ein Seniorenbeirat gewählt werden. Jetzt stehen die Kandidaten fest. Insgesamt 15 Bewerber stellen sich zur Wahl um einen der neun Sitze. Von Ende Mai bis zum 18. Juni erhalten über 4200 Brunsbütteler ab 60 Jahren die Möglichkeit, für jeweils zwei der Bewerber ihre Stimme abzugeben.

„Die Wahl des Seniorenbeirats erfolgt ausschließlich per Briefwahl. Wir sind dabei, allen Wahlberechtigten die dafür erforderlichen Wahlunterlagen per Post zuzusenden“, sagt Nina Timmermann, die für die Stadt die Wahl organisiert. Am 19. Juni erfolgt im Rathaus die öffentliche Stimmenauszählung sowie die Bekanntgabe, welche der 15 Bewerber gewählt wurden.

Glücklich über die Vielzahl an Kandidaten zeigt sich der Initiator der Beiratsgründung. „Ich sehe den Seniorenbeirat wie auch das Jugendparlament als eine Unterstützung für Politik und Verwaltung. Beide Gremien haben die Möglichkeit, die Politik mit neuen, frischen Ideen zu bereichern“, erklärt Heinz Zindler (Graue Panther Dithmarschen). Nachdem sich der Sozialausschuss zunächst gegen die Gründung eines Seniorenbeirates ausgesprochen hatte, war es dem Ratsherrn mit Hilfe eines Eilantrags im zweiten Anlauf gelungen, die für die Gründung notwendige Stimmenmehrheit im selben Ausschuss doch noch zu erhalten und damit der Beiratsgründung den Weg zu ebnen.
Folgende Kandidaten stehen zur Wahl:
>Hans-Jochen Steinfeld (78) erklärt: „Ich war 35 Jahre lang auf Bundesebene in der Suchtkrankenhilfe ehrenamtlich engagiert und suche jetzt nach einem neuen Aufgabenfeld.“
> Udo Lux (68)gehört zu den Gründern des Vereins „Brunsbüttel hilft“. Er sagt: „Ich möchte mich nun auch auf anderer Ebene einbringen und für die älteren Generationen etwas bewirken.“
> Rolf Diercks (82) war viele Jahre im Betriebsrat aktiv. „Es gibt sicher ältere Bürger, die sich scheuen, Politiker anzusprechen. Hier würde ich gerne vermitteln.“
> Gerd Dorn (67): „Es gibt viel zu tun! Beispielsweise müssen Möglichkeiten geschaffen werden, dass auch ältere Bürger die beispielsweise in der Wurtleutetweute wohnen ihre Einkäufe erledigen können.“
>Anke Pershon (72) sieht Handlungsbedarf in vielen Bereichen: „Der Wochenmarkt muss attraktiver gestaltet werden, ferner fehlt es an behindertengerechten Toiletten an der Mole 4.“
>Manfred Wurm (65): „Ich wohne erst seit kurzer Zeit mit meiner Frau in Brunsbüttel. In Celle habe ich Erfahrungen in einer Freiwilligenagentur gesammelt, die Hilfeleistungen vermittelt hat. Solch eine Vermittlungsstelle für Senioren würde ich gerne organisieren.“
> Roswitha Rickert (64) möchte sich dafür einsetzen, das Miteinander von Jung und Alt in Brunsbüttel zu verbessern. und zu fördern. Ferner möchte sie barrierefreies Wohnen voranzutreiben.
> Gerd Biedermann (72): „Ich möchte Brunsbüttel unter anderen rollatortauglicher gestalten.“
> Wolfgang Pfeffer (61) betont: „Gerne würde ich eine Schnittstellenfunktion übernehmen und die Interessen der Jugend und der Senioren verknüpfen.“
> Rolf Fischer (71) legt Wert darauf, dass Senioren nicht ihrer Selbstständigkeit beraubt werden. Unterstützung sei ebenso notwendig wie bezahlbarer Wohnraum und altengerechte Wohnungen.
> Dr. Wolfgang Plüghan (63) hat die Finanzen im Blick: „Bei vielen Bemühungen heißt es oft, es sei kein Geld vorhanden. Ich denke, es sind ausreichend finanzielle Mittel vorhanden, es ist eher eine Frage der Verteilung der Gelder.“

>Jürgen Lorenz (68) setzt auf die Mitwirkung der Brunsbütteler Senioren, wenn es um die Findung von Themen geht, mit denen sich der Seniorenbeirat auseinandersetzen soll.

> Günter Sick (72) sagt: „Ich bin durch eine Krankheit bereits seit 1976 Rentner und weiß, was es heißt seine Rechte gegenüber Behörden einzufordern und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.“

> Rolf Richter (64) hofft auf mehr Einflussmöglichkeiten: „Ich bin politisch sehr interessiert und habe bereits mehrfach den Parteien Verbesserungsvorschläge geschickt, jedoch ohne jegliche Resonanz.“
> Dr. Irmtraut Dahme (87) hofft, ein Sitz im Seniorenbeirat würde es auch ihr ermöglichen, die Interessen der Brunsbütteler Senioren besser zu vertreten und Dinge zu ändern.

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