Kultur : „Sie sehen alle entzückend aus“

Bei großer Hitze führten Leierkastenmann Michael Wundsam und Posaunist Johann Stempfle die Parade durch den Prinzeßhofpark an.
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Bei großer Hitze führten Leierkastenmann Michael Wundsam und Posaunist Johann Stempfle die Parade durch den Prinzeßhofpark an.

Weniger Besucher beim Museumsfest im Prinzeßhofpark als in den vergangenen Jahren

Kay Müller von
06. Juli 2015, 04:46 Uhr

Das Wetter wollte einfach nicht mitspielen beim Museumsfest im Prinzeßhofpark. „Es ist zu heiß, dazu hatten wir viele Parallel-Veranstaltungen, deswegen sind wohl nicht so viele Besucher gekommen wie sonst“, sagt Kreismuseumsleiterin Anita Chmielewski, die sich allerdings die gute Laune gestern nicht verderben lässt.

Mit dazu bei tragen die rund 50 Gäste im Park und die Itzehoer Tratschtanten Irma Schmidtborn und Helga Brinkmann. „Wir wollen beide Bürgermeistersche werden“, sagt Helga, die in der Doppelspitze für Kultur verantwortlich sein will. „Und ich als Schlachterstochter kümmere mich um die Finanzen“, meint Irma. Den Wahlkampf eröffnen sie in ihrem Tratsch-Point – und schnappen sich Torsten Wendt. „Mit dem Kreis haben wir ja nicht so viel zu tun, wir wollen nur, dass er in der Stadt bleibt“, erklärt Helga dem perplexen Landrat. Dem bleibt nichts anderes als vielen der ebenfalls verkleideten Gäste in seiner Ansprache zu sagen: „Sie sehen alle entzückend aus.“

Für Stimmung sorgt auch Marianne Ehlers, die sich trotz des warmen Wetters in ihre Verkleidung als Maria Amalie Fehrs geworfen hat und Geschichten op Platt zum Besten gibt. Die Steinburger Tänzer machen eine „Reise in die Vergangenheit“ – wie das Motto des Festes lautet. Sie nehmen die Besucher mit auf die Reisewelle der 1950er Jahre – in die Urlaubswelt Italien. Immer wieder erklingen Schlager aus den 50er und 60er Jahren aus der Musikanlage. Und wenn es still ist, dann unterhält Leierkastenmann Michael Wundsam die Besucher. Er hat für diesen Tag kurze Hosen gewählt. „Wenn bald im Kreismuseum die Veranstaltung ,Auf zum Jahrmarkt‘ beginnt, dann trage ich auch wieder meinen dicken Anzug. Aber heute nicht. Da drin gehe ich kaputt.“

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