Küsterin in Beidenfleth : Sie hält St. Nicolai in Schuss

Als Küsterin hat Maren Krey ein breit gefächters Aufgabenspektrum.
Als Küsterin hat Maren Krey ein breit gefächters Aufgabenspektrum.

Mit Grabpflege fing es an, heute ist Maren Krey auch für Kirchenbücher und das Läuten am Sonnabend zuständig.

shz.de von
31. Juli 2018, 05:07 Uhr

Seit knapp 30 Jahren gehört Maren Krey dem Kirchengemeinderat in Beidenfleth an, seit 2001 hat sie den Vorsitz inne. Vor zehn Jahren hat sie die Bepflanzung der Legate übernommen, also der Gräber, deren Pflege von den Angehörigen an die Kirche abgegeben wurde.

Sie sorgt im Frühjahr und im Sommer für die saisonale Blumenpracht und zum Totensonntag für den traditionellen Grabschmuck. Auch das Unkrautjäten auf den Friedhofswegen gehört zu ihren Aufgaben.

Damit nicht genug: „Ich führe die Kirchenbücher und bin seit zwei Jahren auch Küsterin“, erzählt Maren Krey. Dabei kümmert sie sich um alle Obliegenheiten in, um und an der St. Nikolaikirche. „Ich muss jeden Sonnabend um 18 Uhr den Sonntag einläuten und habe mich gerade um neue Sitzpolster gekümmert“, erklärt Krey. Einige der Kissen auf den Kirchenbänken sind abgenutzt und müssen ausgetauscht werden. Das geht aber nicht so einfach, denn es müssen entsprechende Stoffe ausgesucht werden: Das Gotteshaus ist ein öffentliches Gebäude und die besonderen Brandschutzbestimmungen müssen eingehalten werden.

St. Nicolai wird aber nicht nur für Gottesdienste, Hochzeiten oder Beerdigungen genutzt. Es finden über das Jahr auch immer wieder Konzerte statt, die vom Pastorat in Wewelsfleth koordiniert werden. „Aber das Ausschmücken bei besonderen Gelegenheiten wie Hochzeiten, Erntedank und Weihnachten, das mach‘ ich, das bringt mir viel Spaß.“

Viele Auswertige haben sich die Nicolaikirche schon für ihre kirchliche Trauung ausgesucht. „Es kommen auch viele Touristen, neuerdings auch Pilger auf dem Mönchsweg, der ja über die Fähre und durch Beidenfleth führt, und besichtigen die Kirche“, berichtet Maren Krey. Da ist ein guter Eindruck von Friedhof und Kirche wichtig, auch, wenn bei den hohen Temperaturen oder bei herbstlich kaltem Wetter die Grabpflege nicht unbedingt ein einfacher Job ist. „Es ist eine ruhige, ungestörte Arbeit, ich kann dabei gut nachdenken und manchmal kommt auch jemand zu einem kurzen Plausch.“

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