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Gesundheit : Sie bringt Gehirnzellen zum Laufen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Im Interview: Die 50-jährige Wewelsfletherin Karina Bröske bietet jetzt ein spezielles Training für Körper und Geist an.

Frau Bröske, wie sind Sie denn auf die Idee mit dem Gehirnjogging gekommen  ?

Das ist beim Frauenfrühstück des Sozialverbandes entstanden. Da koche ich immer Tee. Man hat mich gefragt, ob ich in dieser Richtung nicht etwas machen könne. Und dann habe ich mich privat damit befasst.

Und wie muss man sich das jetzt praktisch vorstellen  ?

Anders als bei Sudoku oder bei Kreuzworträtseln geht es hier auch um Koordinationstraining für den ganzen Körper. Gerade für ältere Menschen ist es wichtig, dass sie nicht leicht hinfallen oder das Gleichgewicht verlieren.

Man muss für eine Teilnahme also auch sportlich sein  ?

Das deutsche Sportabzeichen muss man nicht haben. Viele Übungen können auch im Sitzen absolviert werden.

Beschreiben Sie doch einmal ein praktisches Beispiel.

Nehmen wir unsere zehn Finger. Jedem einzelnen kann man dann einen Namen geben, zum Beispiel von Städten oder Orten. Der dritte Finger der rechten Hand heißt dann Wewelsfleth. Die Teilnehmer ballen ihre Hände zu einer Faust. Wenn dann der Name Wewelsfleth aufgerufen wird, streckt man eben genau diesen Finger. So wird das Gehirn zum Mitdenken animiert und gleichzeitig die Koordination eines Körperteils. Man kann auch Übungen mit ganz einfachen Hilfsmitteln machen. Zum Beispiel mit einer kleinen Papprolle. Oder Jonglieren. Aber das wäre dann eher etwas nach mehreren Übungstagen. Dann vielleicht am besten mit Tüchern, die fallen nicht so schnell.

In Ihrer Einladung schreiben Sie: Mitmachen kann jeder, der sein Gehirn fit halten möchte. Woran merkt man denn, wann es Not tut  ?

Am besten sollte man damit anfangen, bevor man etwas merkt. Ansonsten ist das natürlich schwer zu sagen. Auch ich brauche meine Zettel. Dafür hat man ja viel zu viel um die Ohren. Dann ist die Festplatte eben irgendwann voll.

Kann man das an einem bestimmten Alter festmachen  ?

Mein Angebot richtet sich an alle, die darauf Lust haben. Ob sie nun 45 oder 95 Jahre alt sind. Wichtig ist sicher, dass man auf diesem Gebiet auch schon prophylaktisch tätig wird. Ansonsten sollte man natürlich auch großen Spaß an Bewegung und an Geselligkeit haben.

Nun kann sicher nicht jeder aus dem Stegreif andere Menschen zum Gehirnjogging bewegen. Was bringen Sie dafür als Qualifikation mit  ?

Als zahnmedizinische Fachangestellte bin ich ja schon beruflich mit dem Thema Gesundheit befasst. Nebenbei habe ich eine Ausbildung zur Heilpraktikerin gemacht und mich für das neue Thema jetzt privat weitergebildet. Für das neue Trainingsangebot habe ich extra einen Gewerbeschein gemacht und darf mich jetzt Gesundheitsberaterin nennen.

Wie ist bisher die Resonanz auf ihre Ankündigung solcher Trainingsnachmittage  ?

Ich habe schon zehn Frauen auf meiner Liste stehen. In einem Fall wurde ich auch gefragt, ob sie ihren Mann mitbringen darf. Das Thema ist natürlich für beide Geschlechter gleichermaßen von Bedeutung.

Und wie läuft dann die Gruppenarbeit ab  ?

Es ist ganz bewusst eine offene Gruppe. Man muss auch keinerlei Vorkenntnisse mitbringen. Das erarbeiten wir uns alles selbst. Und wenn man nicht jede Woche kommen kann, ist das auch nicht schlimm. Man kann ohne Probleme an jedem Termin wieder einsteigen. Man versäumt nichts.

Sie verweisen auf wissenschaftliche Untersuchungen, nach denen nur zehn bis 15 Prozent der Kapazitäten unseres Gehirn auch wirklich genutzt werden. Mobilisiert Ihr Gehirnjogging dann weitere Zellen  ?

Ich hoffe das.

> Das Training mit Karina Bröske findet ab 4. März immer freitags um 15 Uhr im Gemeinschaftsraum der Seniorenwohnanlage Wewelsfleth statt. Anmeldungen und weitere Informationen unter 04829/1626.

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erstellt am 09.Feb.2016 | 12:49 Uhr

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