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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 12:31 Uhr

Maritimes Liedgut : Shantychor nimmt CD auf

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

„Windjammer“ heißt das neue Album von „De Molenkieker“. 15 Lieder professionell produziert.

shz.de von
erstellt am 08.Jun.2016 | 12:00 Uhr

„De Molenkieker“ sind stolz auf ihr neues Album „Windjammer“. Sie haben die CD innerhalb eines Tages aufgenommen und jetzt ist sie auf dem Markt. „Pünktlich zu den Matjeswochen“, sagt der musikalische Leiter Günther Beume.

Die Lieder des Albums lassen den Hörer träumen von unendlicher Ferne und den Weiten des Meeres. „Capitano, Capitano nimm mich mit auf große Fahrt“, singen die Shantys. Stolz ist in ihren Stimmen zu hören, wenn es in ihren Songs um ihre Heimat geht: „Deiner Meere stolze Wellen sangen mir mein Wiegenlied.“

Den Stein ins Rollen gebracht hat ein Anruf von Radio Lila aus Hamburg. Der Sender spielt neben Schlager, Pop und Rock auch Shanty. „Sie fragten, ob wir eine Weihnachts-CD hätten. Viele Chöre haben keine“, sagt Gitarrist Ernst Breitenbach. Darüber seien sie in Kontakt gekommen. Radio Lila hat ein spezielles Angebot für Chöre. Sie kommen zu der Gruppe in den Probenraum und produzieren das komplette Album. „Und das zu einem annehmbaren Preis.“

Bei der Hauptversammlung im Februar beschlossen die Molenkieker das Angebot anzunehmen. Doch bevor sie beginnen konnten, mussten sie sich einigen, welche alten und neuen Lieder auf das Album sollten. „Wir wollten zu den Matjeswochen fertig sein, deshalb musste es schnell gehen. Ich hätte gerne mehr Zeit gehabt“, sagt Beume. „Ich habe auch viele Vorschläge von den anderen Shantys bekommen.“ Die einen seien eher wie Buchhalter an die Auswahl herangegangen. Sie haben Lieder gewählt, die noch nicht aufgenommen wurden. Andere Chormitglieder seien nach ihren Lieblingsstücken gegangen. Beume selbst, habe bei der Auswahl der Lieder im Hinterkopf gehabt, was zurzeit gefragt sei: Schöne melodische Männerstimmen.

Mit dem Album einher geht auch ein neues Bühnenprogramm der Shantys. Das Publikum müsse hören, was die Sänger können. Darüber verkaufe sich die CD. „Beim Probelauf in Büsum haben wir die Leute fast zum Weinen gebracht“, sagt Beume.

Im Mai kam dann endlich der Aufnahmetag. Um 9 Uhr rückte die Aufnahmeleiterin von Radio Lila und ein Techniker an. Sie bauten ihr professionelles Equipment mitten in der Mensa der Glückstädter Werkstätten auf. Dort proben die Molenkieker. Empfindliche Mikrofone wurden ausgerichtet, Laptops und Mischpulte angeschlossen. „Ich konnte mir kaum vorstellen, wie das funktionieren sollte. Bisher habe ich nur im Studio aufgenommen“, sagt der Ehrenvorsitzende Hannes Wehde.

Eine Stunde später, um 10 Uhr, mussten die Molenkieker abliefern. Akkordeon, Mundharmonika, Schlagwerk, Gitarre und Gesang wurden gleichzeitig eingespielt. Viele Stücke mussten sie nur einmal oder zweimal spielen, bis die Aufnahmeleiterin zufrieden war. Der Vorsitzende Hans-Peter Tiedemann: „Selbst unsere neuen Stücke, die wir noch nicht perfekt können, waren überraschend schnell fertig. Wir haben sehr diszipliniert gearbeitet.“ Die Shantys nahmen 16 Titel in fünf Stunden auf. Kein Mitglied des Chors hatte geglaubt, dass sie vor Anbruch des Abends mit allem fertig sind. „Ich habe fest damit gerechnet, dass wir bis 22 Uhr brauchen“, so der Vorsitzende.

Auch das Produktionsstudio von Radio Lila sprengte die Erwartungen der Shantys. „Wir hatten das Album innerhalb von drei Wochen in der Hand und haben beim Auftritt am vergangenen Wochenende bereits die ersten Exemplare verkauft.“

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