Hafen : „Seute Deern“ macht in Glückstadt fest – Gäste willkommen

Freut sich auf Gäste: Frank Kuppe am Außensteuer der „Seuten Deern“. Der Kapitän weiß alles über den Traditionssegler.
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Freut sich auf Gäste: Frank Kuppe am Außensteuer der „Seuten Deern“. Der Kapitän weiß alles über den Traditionssegler.

Der 1939 gebaute Traditionssegler kann jedes Adventswochenende im Glückstädter Hafen besucht werden.

shz.de von
30. November 2013, 05:00 Uhr

Bis voraussichtlich 15. Januar 2014 hat die „Seute Deern“ im Binnenhafen festgemacht. Dort wird die schmucke, 1939 im dänischen Svenborg gebaute, Gaffelketsch den Blickfang während der Vorweihnachtszeit liefern. „Das gibt ein tolles Bild, eine einmalige Gelegenheit für uns“, strahlte Glückstadts Tourismus-Chefin Sandra Kirbis. Gäste sind an den Adventswochenende hoch willkommen an Bord.

Entstanden ist die Präsentation eher aus Pech. Der Segler sollte eigentlich nach Harburg ins Winterquartier. Dessen Liegeplatz ist aber nur durch eine enge Schleuse zu erreichen. Diese Schleuse wird zurzeit überholt. Die Fertigstellung war Mitte November geplant, aber es wird vermutlich erst Mitte Januar etwas daraus. Der Vorstand des Vereins „Clipper – Deutsches Jugendwerk zur See e.V.“ – Eigner des Seglers – kam daher auf die Idee, das Schiff übergangsweise in Glückstadt zu vertäuen. „Wir wollen aus dieser Situation das Beste machen und den Menschen auch etwas bieten“, erklärte Frank Kuppe.

Er hat als Kapitän auf großer Fahrt die Weltmeere bereist, arbeitete später als Elblotse und hat sich jetzt im Ruhestand zusammen mit einer großen Crew Segelenthusiasten dem Erhalt, Bestand und der Nutzung von vier Traditionsseglern verschrieben. Zusammengeschlossen sind sie im Verein „Clipper“ mit dem Zusatz DJS – Deutsches Jugendwerk zur See. Auf diesen Schiffen wollen die DJS-Mitglieder Jugendlichen und allen Segelbegeisterten seit 40 Jahren traditionelle Segelschifffahrt nahe bringen. „Eine Flotte, vier Schiffe, ein Verein“, sagt dazu Frank Kuppe und der Stolz darauf ist ihm anzusehen. Die „Seute Deern“ ist attraktiver Anziehungspunkt und gelebte Tradition mit jeder Menge ehrenamtlicher Arbeit.

Über all das können sich Interessierte an den vier Adventswochenenden jeweils von Freitag bis Sonntag (11 bis 20 Uhr) an Bord und drumherum informieren. „Wir werden versuchen, das Schiff zu illuminieren; einen Tannenbaum bekommen wir auch noch“, sagt Frank Kuppe. Es gibt auch herzhafte Erbsensuppe, knackige Würstchen und Glühwein aus der kleinen Kombüse.

Die Bord-Crew steht für Fragen bereit, gibt Infos über die Segler, Vereinsarbeit, Törnplan und sicher auch so manchen Döntje zum Besten. Viele Erfahrungen haben die Clipper-Mitglieder auch an Hamburger Hafen-Geburtstagen oder während der Kieler Woche gesammelt. „Das hat immer Spaß gemacht“, so Frank Kuppe. Sein Dank gilt allen Verantwortlichen der Stadt. „Wir sind hier mit offenen Armen empfangen worden. Es gab keine Probleme.“

Einer der Höhepunkte wird am 14./15. Dezember erwartet. Der große Fackelrundgang während des Sternenzaubers führt jetzt auch an der „Seuten Deern“ vorbei. „Als wir erfuhren, dass der Segler hier bleibt, haben wir uns ganz kurzfristig dazu entschlossen“, erklärt Sandra Kirbis die Änderung des Ablaufs.

Übrigens: Die Gedanken fließen schon voraus. Denkbar wäre doch, dass der Traditionssegler spätestens 2017 zum großen Stadtfest wieder hier festmacht. Der Dänemark-Bezug wäre allemal gegeben.

>Wer mehr über den Verein „Clipper-DJS“, Schiffe und Törns erfahren möchte, kann dies auch im Internet unter www.clipper-djs.org

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