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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 04:25 Uhr

Hilfe : Serviceclubs unterstützen Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Soroptimistinnen, Round Table und Lions Club spenden Geld für Deutschunterricht

Auch die Soroptimistinnen und der Round Table helfen: Wie der Lions Club (wir berichteten) unterstützen auch die anderen beiden Serviceclubs in Glückstadt lebende Flüchtlinge. Während die Soroptimistinnen einen Sprachkurs für Erwachsene finanzieren, stiftet der Round Table die dazugehörigen Lehrmittel.

„Sprache ist für die Menschen ganz wesentlich, um in der neuen Umgebung weiterzukommen. Da möchten wir helfen“, erklärte Präsidentin Claudia Dickmann von Soroptimist International bei der Übergabe der neuen Lehrbücher an den Kurs in der Volkshochschule. Jasper Kock vom Round Table 156 ergänzte: „Wir freuen uns, dass wir dieses Projekt unterstützen können.“

Deutschlehrerin Tamara Kuhlmann, die 15 Kursteilnehmer aus Ländern wie Syrien und Afghanistan unterrichtet, zeigte sich erfreut über die Unterstützung: „Der Kurs ist sehr gut angelaufen. Alle Teilnehmer sind hoch motiviert.“

Tamara Kuhlmanns Schüler besitzen größtenteils keinerlei Vorkenntnisse der deutsche Sprache. Viele sind nicht mit der lateinischen Schrift vertraut. „Am Anfang verständigen wir uns mit Händen und Füßen“, beschreibt Kuhlmann ihre schwierige Arbeit.

Angestoßen wurde die Initiative von den Schülerinnen Elena Peters und Sena Sahin (siehe Bericht oben). Die beiden Schülerinnen machten Katharina Schmidt, die Integrationsbeauftragte der Stadt Glückstadt, auf die Situation der Flüchtlinge aufmerksam.

„Der Status der Flüchtlinge ist teilweise monatelang ungeklärt. Deshalb haben sie keinen Zugang zu regulären Integrations- und Sprachkursen. Sie dürfen nicht arbeiten und haben kaum finanzielle Mittel. Die Menschen fallen durch das Raster“, sagte Schmidt. Sie organisierte die Kurse und stellte den Kontakt zu den Serviceclubs her.

Bürgermeister Gerhard Blasberg bedankte sich im Namen der Stadt Glückstadt bei den Spendern der Serviceclubs und übte Kritik an der Gesetzgebung: „Wir sind dankbar für die Unterstützung, aber private Initiativen können auf Dauer keine Lösung sein. Der Gesetzgeber muss dringend die Lage von Flüchtlingen verbessern. Aktuell werden die Kommunen allein gelassen. Die Situation der Menschen ist unzumutbar.“

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