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Verkehrszählung : Sensoren zählen Radler am Kanal

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein Jahr lang lässt das Wirtschaftsministerium Radfahrer am Kanalradwanderweg zählen. Eine Station ist in Brunsbüttel installiert. Sie soll Erkenntnisse für den Tourismus liefern.

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erstellt am 16.Jan.2014 | 17:00 Uhr

In einer länderübergreifenden Analyse werden Radverkehrsströme erfasst. Ziel ist die Optimierung von Fahrradrouten. In Schleswig-Holstein beteiligt sich das Wirtschaftsministerium an dem Projekt und hat drei Zählstationen entlang des Radwanderwegs am Nord-Ostsee-Kanal installieren lassen. Eine Zählstelle neben Rade und Hinrichshörn ist seit gestern in Brunsbüttel in Betrieb. Auch Stadtmanager Torsten Lange erhofft sich dadurch Erkenntnisse für den Fahrradtourismus in der Schleusenstadt.

Geschätzte 100 000 Tagesgäste zählt Brunsbüttel im Jahr, etwa ein Drittel davon seien Radfahrer, sagt Torsten Lange. Eine Zahl, die jetzt exakter ermittelt werden soll. Ein Jahr lang werden die Zählstelle passierende Fahrradfahrer erfasst. Ausgewertet werden die Daten vom Berliner Büro Radschlag.

Das System funktioniere mit Radar, ähnlich eines Blitzers an der Straße, erklärt Martin Baranowski von der Firma Sierzega, die das Gerät installiert hat. Allerdings werden keine Fotos von Radlern gemacht, sondern lediglich deren Zahl wird erfasst. Fußgänger und Jogger werden durch diese Art der Zählung ausgeschlossen. Berücksichtigt werden aber auch die Außentemperaturen, so dass Rückschlüsse auf stärkeres Verkehrsaufkommen bei gutem Wetter möglich sind. Das angewandte Zählverfahren wird bereits seit viereinhalb Jahren erfolgreich eingesetzt. Die Entwicklung der Methodik und des Zählverfahrens wurde als Modellprojekt vom Bundesverkehrsministerium im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans gefördert. Die erfassten Daten werden an einen zentralen Server gesendet. Das Gerät wird durch eine Laterne am NOK mit Strom versorgt.

Brunsbüttels Stadtmanager setzt bereits auf eine Wiederholung der Messung nach Ablauf des Jahres, um aussägekräftigere Daten zu bekommen. Die brauche auch die Stadtpolitik, ist Lange überzeugt. Denn die entscheide letztlich über Werbemaßnahmen für Brunsbüttel. Lange: „Radfahrer sind ein großer Faktor für uns.“

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