Beratung : Seniorenkonzept nimmt Fahrt auf

Hoffen auf Zuschüsse (von links): Amtsvorsteher Harm Früchtenicht, Projektleiter Lothar Schramm und der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Bucher.
Hoffen auf Zuschüsse (von links): Amtsvorsteher Harm Früchtenicht, Projektleiter Lothar Schramm und der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Bucher.

Infobüro als Beratungsbasis im Amt Krempermarsch geplant. Nächstes Jahr wird über Höhe der Fördermittel entschieden.

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20. Dezember 2014, 16:00 Uhr

Das Konzept für die Bürgerinformation Krempermarsch (BIK) steht. Im Frühjahr hatte das Amt Krempermarsch eine große Senioren-Befragung gestartet (wir berichteten). Parallel dazu wurden auch die bereits bestehenden Senioren-Angebote in den amtsangehörigen Gemeinden und der Stadt Krempe erfasst. Das nun vorliegende Konzept fußt auf diesen beiden Umfragen und wurde unter Federführung von Lothar Schramm erarbeitet. Im nächsten Schritt soll das Konzept dem Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung vorgestellt werden, der im Auftrag des Bundes-Ministeriums für Familien und Senioren das Projekt und damit auch die zu verteilenden Fördergelder betreut. Ende Januar wird Schramm nach Göttingen fahren, wo während einer Infoveranstaltung festgelegt werden soll, wohin das Geld fließen soll.

20  000 Euro hat die Erstellung des Konzeptes gekostet. Finanziert wurde es jeweils zur Hälfte vom Amt Krempermarsch und aus Bundeszuschüssen. Rund 300 Kommunen durften sich bundesweit über eine entsprechende Finanzspritze aus Berlin freuen, lediglich zehn sind davon in Schleswig-Holstein beheimatet. „Es ist ein großer Vorteil, dass wir als gesamtes Amt dabei sind, und nicht nur als Einzelkommune“, unterstreicht Schramm. Und das von ihm entwickelte Konzept lasse viel Ausgestaltungsspielraum. Schließlich enthalte es aktuell „lediglich Handlungsempfehlungen“. Es könne gut sein, dass nach der Veranstaltung in Göttingen noch einiges im Detail inhaltlich verändert werden müsse.

„Natürlich hoffen wir jetzt auf Zuschüsse für die Umsetzung des Konzeptes“, betont Jörg Bucher, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Krempermarsch. Das Konzept spricht sich für die Einrichtung eines Büros mit zwei Arbeitskräften aus, das als Anlaufstelle für ältere Menschen gedacht ist. Werden die benötigten Zuschüsse genehmigt, zieht das Büro vermutlich ins Haus der Krempermarsch ein, das bereits als Sitz diverser Kremper Vereine fungiert. Personell spricht sich das Konzept für einen Sozialpädagogen und eine Verwaltungsfachkraft aus. Angedacht ist außerdem die Gründung eines ehrenamtlichen Fördervereins, der die BIK unterstützen soll. Mögliche Beratungsthemen sind Rente, Sozialversicherungen, Erb- und Wohnrecht sowie das generelle Themengebiet „Wohnen im Alter“.

Die Konzeption basiert auf den Ergebnissen der bereits genannten Senioren-Umfragen. Knapp 2500 Fragebögen hatte das Amt Krempermarsch im Frühjahr an all jene Bürger verteilen lassen, die das 60. Lebensjahr überschritten haben. 961 Fragebögen kamen ausgefüllt zurück. Eine Quote, mit der sich Schramm „sehr zufrieden“ zeigt. Amtsvorsteher Harm Früchtenicht unterstreicht, dass man Bürger und Politik beim BIK-Projekt stets umfassend informiert habe. Los ging es schon lange vor den Umfragen mit zwei Workshops, die die Grundlage für das weitere Vorgehen legten. Dann wurde eine Lenkungsgruppe ins Leben gerufen, die das Projekt seither koordinierte. Und auch die Ergebnisse der Umfragen wurden in einer Tagesveranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert. Nun heißt es also für alle Beteiligten: Daumen drücken. Denn ob und wie viel Geld aus der Bundeskasse in die Bürgerinformation Krempermarsch fließt, ist noch nicht vorhersehbar und dürfte erst in den Tagen und Wochen nach der Veranstaltung in Göttingen geklärt werden.

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