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Ehrenamt in Kellinghusen : Seniorenbeirat wieder vollzählig

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hannelore Eggers und Helga Dudek werden neu in das Gremium der über 60-jährigen Einwohner der Störstadt gewählt.

Mit der Neuwahl von Hannelore Eggers und Helga Dudek sind dem städtischen Seniorenbeirat (SBR) gleich zwei Sorgen genommen: Die Seniorenvertretung kann zukünftig wieder mit voller Mitgliederzahl arbeiten. „Beendet ist endlich auch die Zeit eines reinen Männerclubs“, freute sich der Vorsitzende Ulrich Kypke. Frauen hätten eine andere Sichtweise und andere Ideen. „Dadurch wird ein breiterer Zugang zu allen die Senioren betreffenden Themen geschaffen“, unterstrich Kypke.

Gewählt wurden in einer Vollversammlung im Bürgerhaus zwei neue SBR-Mitglieder sowie zwei Nachrücker. Gewünscht hatte sich der Seniorenbeirat zwar vier Stellvertreter in Nachrückeposition. Aber: „Wir wollen hier niemanden quälen“, erklärte Vize Werner Harbs nach etlichen Versuchen, potenziellen Kandidaten ein Engagement im Beirat schmackhaft zu machen. Unter Applaus wagte sich als erste schließlich Hannelore Eggers aus der Deckung. Sie habe viel gearbeitet und nun die Zeit, etwas Neues auszuprobieren, sagte die Kellinghusenerin, die seit 25 Jahren Bürgerin der Störstadt ist. Ihr Mut, den Hut in den Ring zu werfen, wurde belohnt. Aus dem Forum mit insgesamt 35 wahlberechtigten 60Plus-Besuchern erhielt sie 30 Stimmen.

19 Kreuzchen auf den Wahlzetteln zählten Bürgermeister Axel Pietsch und Keli-Vertreter Horst Nitz für die Neubürgerin Helga Dudek. Als echtes „Stuttgarter Früchtle“ habe sie es vor drei Jahren in den Norden verschlagen, erklärte sie. Als Nachrücker stehen Siegrid Steinmetz (12 Stimmen) und Jürgen Strasen (8 Stimmen) bereit.

In der Ratsversammlung und in den politischen Gremien sei der Seniorenbeirat Sprachrohr für eine breite Bevölkerungsschicht, hatte der Bürgermeister zuvor mitgeteilt. Immerhin 2313 Personen, das sind 28 Prozent der insgesamt 8092 Kellinghuserner, zählen zur 60plus Generation. Sie alle waren von der Stadt schriftlich zur Vollversammlung geladen worden. Sorgen und Nöte sowie Vorschläge und Ideen können die älteren Mitbürger aber auch im Rahmen der monatlichen SBR-Versammlungen äußern.

Ulrich Kypke stellte heraus, dass davon bereits rege Gebrauch gemacht werde. „Wir haben immer gute Diskussionen.“ Im Amt ist der aktuelle Beirat seit eineinhalb Jahren. Im Januar 2016 wurden dessen Mitglieder für eine Periode von fünf Jahren gewählt. „Wie wir sehen, ist das für Senioren eine relativ lange Zeit“, erklärte Kypke. Per Satzungsänderung war deshalb ein kürzere Frist festgelegt worden. Die jetzt bestimmten Mitglieder sind für einen Zeitraum von zwei Jahren gewählt.

Aktuell beschäftige sich der SBR mit allgemeinen seniorenrelevanten Fragen, wie Unzulänglichkeiten im Bereich der Barrierefreiheit und Behindertenfreundlichkeit, erklärte Sprecher Horst Hülsey. Organisiert werde vom SBR zudem die sehr gut nachgefragte jährliche Seniorenausfahrt. „Konkret streiten wir seit unserer Wahl für gekennzeichnete Parkplätze für Behinderte vor dem Bürgerhaus.“ Als Zukunftsthemen stehen die Themen Mobilität/ Bürgerbus sowie dem Bau eines Stelzenwegs am Störufer auf dem Programm. Öffentliche Treffen sind jeweils am ersten Mittwoch im Monat um 15 Uhr im Bürgerhaus. Daran schließt sich um 17.30 Uhr eine Sprechstunde an.

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