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50 plus on ice : Senioren-Team im Eishockey-Fieber

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„50 plus on ice“ trainiert regelmäßig in der Brokdorfer Halle. Beim Training sind immer um die 20 Personen dabei

shz.de von
erstellt am 02.Jan.2014 | 17:15 Uhr

Viele junge Spieler tummeln sich im Elbe Ice Stadion beim Eishockey-Training. Die etwas Älteren ahnten schon bei der Eröffnung, dass sie ihr eigenes Tempo finden müssen, wenn sie Eishockey spielen wollen. So gründete Hans-Werner Speerforck die Eishockeymannschaft „50 plus on ice“ gemeinsam mit ein paar anderen. Voraussetzung zum Mitspielen: „Sie müssen über 50 Jahre alt sein.“ Seitdem kommt die Gruppe regelmäßig jeden zweiten Dienstag in der Eissaison in Brokdorf zum Trainingsabend zusammen, zehn Mal pro Saison.

Einige sind schon wieder abgesprungen, aber es kommen laufend neue hinzu und sind auch sehr willkommen“, so der Gründungspräsident. 23 Aktive sind es im Moment, darunter mit Inge Wachs, Telse Mehlert und Christine Scheer auch drei Frauen, die dem Puck nachjagen.

Der sportliche Leiter Jan Bolten trainiert und verteilt die Spieler auf die einzelnen Mannschaften, da er ihre Spielstärke einschätzen kann. Zwei der jeweils drei Teams spielen zehn Minuten gegeneinander, so dass ein Team immer Zeit zur Erholung hat. „Dieser Ablauf hat sich bewährt.“

Jahrelang haben die Aktiven auch gegen eine befreundete dänische Mannschaft, die „Frozen Chicken“ aus Felsted, 80 Kilometer nördlich der Grenze, gespielt. Doch dieses Team ist zu gut geworden, es nimmt mittlerweile an einer dänischen Meisterschaft teil. „So haben wir sie als Gegner an die Elbwölfe weiter gegeben.“ Bis vor zwei Jahren fanden die Spiele in Flensburg statt.

Die „50 plus on ice“ absolvieren keine Punktspiele und sind auch nicht in der eigenen Brokdorf-Liga der Eishalle beteiligt. „Wir entwickeln mehr Spielfreude hier, wenn wir unter uns sind“, so Speerforck.

Die Gruppe nimmt aber jährlich am Eispokal teil, mit dem Anfang März die Saison abgeschlossen wird. „Bislang sind wir nicht über die Halbfinals hinaus gekommen. Spaß macht es ihnen jedes Mal trotzdem.“ Dort treten sie jedoch mit externen Torhütern an. „Hier bei uns wird der Puck aus Vermeidung von Verletzungsgefahr nicht über Kniehöhe gespielt. Alle sind mit Helm und Gesichtsschutz, mit Schienbein- und Knieschutz versehen. Wir spielen ohne festen Torhüter, so dass alle mal im Tor stehen“, schildert Speerforck.

Beim Training sind immer um die 20 Personen dabei. Mit dabei auch drei Staatsbürger russischer und polnischer Abstammung. „Man merkt ihnen an, dass sie immer gefrorene Flächen unter den Füßen hatten. Auf dem Eis kennen sie sich aus.“ Erstaunlicherweise kommt kein Spieler aus Brokdorf, dafür aus Heide, Bad Bramstedt, Kölln-Reisieck und aus Glückstadt sowie der Kremper- und der Wilstermarsch. Über das Eishockey hinaus gibt es keine weiteren Aktivitäten, denn: „Wir wollen keine Vereinsmeierei. Wir haben nur zehn Abende und nutzen diese nach dem Training, um eine Stunde lang ein Bierchen zu trinken“, sagt Speerforck. „Und wir feiern die Geburtstage jedes einzelnen“, fügt er an.

>Kontakt: Interessenten können sich melden unter Telefon 04823 / 15 11 oder 0160/8104231.









Hinz

(Für Rückfragen:
Hans-Werner Speerforck, Tel.:
04823 / 15 11 oder 0160/8104231)

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