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Jahreswechsel : Senfanschlag, Böller und Feuerwerk

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Polizei spricht von einem ruhigen Jahreswechsel in Glückstadt – trotzdem auch einige Einsätze für die Feuerwehr.

von
erstellt am 02.Jan.2014 | 17:00 Uhr

Die Einwohner aus Glückstadt und Umgebung sind friedlich ins neue Jahr gerutscht. Es habe zwar wegen der „üblichen Verdächtigen“ einige Einsätze gegeben, insgesamt sprachen die Polizeibeamten im Vergleich zu frühen Zeiten aber von einen sehr sinnigen Jahreswechsel.

Der Höhepunkt spielte sich wieder am Glückstädter Binnenhafen ab. Während sich am Marktplatz nur wenige Mnschen versammelt hatten, warteten Hunderte auf dem Hafenkopf sowie entlang der Hafenpromenade gespannt auf das gegen 0.20 Uhr beginnende, von der Glückstädter Kaufmannschaft gesponserte Profi-Höhenfeuerwerk. Erstmals wurde dieses von der Rethövelseite aus abgebrannt. Weil wegen einiger im Binnenhafen liegender Schiffe ein sicheres Abbrennen nicht gewährleistet war, musste Pyrotechniker Sönke Korries das Spektakel aber in den Bereich zwischen Neutorstraße und der Jugendherberge verlegen. Dies tat der guten Stimmung bei optimalem Wetter sowie klarer Sicht aber weiter keinen Abbruch.

Auch im übrigen Stadtgebiet wurden zahlreiche Raketen in den Himmel geschickt und Böller angezündet. Gestern zeugten diverse auf Bürgersteigen, im Rinnstein oder auf der Straße noch liegende Überbleibsel von einem gleichermaßen farbenfrohen, aber auch lauten Feuerwerk.

Der Leichtsinn von drei jungen Männern hat in der Steinburgstraße für einen größeren Feuerwehreinsatz gesorgt. Nach Polizeiangaben hatten die 22, 20 und 19 Jahre alten Männer aus dem Dachgeschossfenster den ganzen Silvesternachmittag über immer wieder Böller auf die Bundesstraße geworfen und Raketen in Richtung des gegenüberliegenden Wohnblockes abgefeuert. Zunächst gut gemeinte Ratschläge ignorierte das Trio – bis es zu spät war. Auf dem zur Wohnung eines älteren Ehepaares gehörenden Balkon im 2. Obergeschoss setzte eine Rakete Gartenmöbel in Brand. Die Übeltäter schnappten sich war gleich einen kleinen Feuerlöscher und rannten zur Brandstelle – die Bekämpfung des Feuers mit einigen hundert Euro Sachschaden musste dann aber die mit mehreren Fahrzeugen angerückte Feuerwehr übernehmen. Vermutlich werden die Jugendlichen jetzt den Feuerwehreinsatz bezahlen müssen. Auch in der Klaus-Groth-Straße wurden Böller gezündet und auf parkende Autos geworfen. Als die Polizei vor Ort eintraf, war die Gruppe bereits weitergezogen. Sachschäden an den Fahrzeugen stellten die Beamten nicht fest.

Bereits eine Stunde zuvor musste für die Glückstädter Feuerwehr Vollalarm ausgelöst werden. Anwohner der Gerhart-Hauptmann-Straße hatten aus dem auf Kipp stehenden Fenster einer Dachgeschosswohnung Rauch dringen sehen. Weil in der Wohnung der Fernseher lief, vermuteten die mit fünf Fahrzeugen angerückten Einsatzkräfte das Schlimmste und brachen die Wohnungstür auf. Parallel erfolgte von Außen einer Einsatz der Drehleiter. Dann konnte aber schnell aufgeatmet werden. Die 50-jährige Mieterin war nicht zu Hause und auf dem Herd verkokelte nur Essen. Nennenswerter Schaden entstand nicht. Der 327. und letzte Einsatz des Jahres erreichte die Feuerwehr Glückstadt schließlich kurz vor 22 Uhr: In der Flensburger Straße war – vermutlich durch fahrlässigen Umgang mit Feuerwerkskörpern – ein Abfallcontainer in Brand geraten.

Von Vorsatz spricht die Polizei dagegen bei einem „Senfanschlag“ in der Großen Deichstraße. Dort hatten Unbekannte in der Neujahrsnacht einen mitgebrachten fünf Kilogramm schweren Senfeimer mit einem Böller gesprengt. Dadurch wurde die Fassade einer Pension durch Senf derart verschmutzt, dass ein Schaden von über 500 Euro entstand. Jetzt suchen die Beamten Zeugen und fragen insbesondere: „Wem sind in der Neujahrsnacht Personen mit einem Senfeimer in der Innenstadt aufgefallen?“

Hinweise: Polizeistation Glückstadt, Telefon: 04124/3011-0.


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