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Förderverein : Seit zehn Jahren fürs Klinikum da

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Förderverein des WKK in Brunsbüttel hat sich erfolgreich die Unterstützung des Krankenhauses auf die Fahnen geschrieben.

Als im Frühjahr 2004 das Klinikum in Brunsbüttel in seinem Angebot eingeschränkt werden und die Notfallversorgung verlieren sollte, initiierten die Bürger eine groß angelegte Demonstration. Außerdem entschloss sich ein kleiner Kreis, einen Förderverein zum Erhalt der Klinik sowie der ideellen und materiellen Unterstützung mit Fortbildungen und Maßnahmen zur Gestaltung des Westküstenklinikums Brunsbüttel zum Wohle der Patienten zu gründen. Zur Vorsitzenden wurde Jutta Dohr gewählt, die den Verein immer noch führt.

Mittlerweile zählt der Verein 160 Mitglieder und hat im Sinne der Satzung die Klinik mit knapp 150 000 Euro unterstützt. „Das ging aber nicht nur durch die Mitgliedsbeiträge“, wie Kassenwart Herbert Spiertz klarstellt. Der Förderverein ist auf Spenden angewiesen, um im Klinikum etwas zu bewirken, was sonst nicht möglich wäre. In den vergangenen zehn Jahren wurden nicht nur Beträge für eine Spielecke, neue Flyer oder die Verschönerung des Eingangsbereichs im Krankenhaus aufgebracht. Auch Weiterbildungen des Krankenhauspersonals wurden finanziert und neue Rollstühle beschafft.

Größere Summen flossen in die Umgestaltung des Chemotherapie-Raumes, die Ausstattung eines Familienzimmers, die Einrichtung des zweiten Palliativzimmers und die Beschaffung einer laparoskopischen OP-Einheit, um mit optischen Instrumenten unter anderem Eingriffe in der Bauchhöhle vorzunehmen. Die Liste, die Schriftführer Reinhard Lange zusammengetragen hat, ist lang.

„Viele Benefizveranstaltungen haben dazu beigetragen“, erklärt Herbert Spiertz. So unterstützten der Wattolümpiade-Verein und die Aktion Stark gegen Krebs die Erweiterung der Palliativabteilung. Unternehmer Alwin Sals aus Kronprinzenkoog hat als Patient die Kompetenz des WKK erfahren und organisiert seit vier Jahren einen Benefiz-Lauf zugunsten des Fördervereins. „Wir erhalten viele private Spenden, entweder von ehemaligen Patienten oder von Menschen aus der Region, die wissen, wie wichtig der Klinikstandort Brunsbüttel ist“, erzählt Bürgervorsteherin Karin Süfke. Sie angehört ebenfalls dem Vorstand an, wie auch die Klinikleitung mit Axel Schultz, Chefarzt Dr. Johannes Geisthövel und Pflegedienstleiterin Ruth Mengel. „Dadurch können wir schnell da, wo etwas gebraucht wird, reagieren.“

Wie wichtig das Krankenhaus mit einer Notfallversorgung in einem Industriestandort und einer Hafenstadt wie Brunsbüttel ist, haben die teilweise schweren Unfälle der jüngsten Vergangenheit gezeigt. „Es wäre wünschenswert, wenn gerade die Industrie sich auch bei Aktionen zu dem Klinikum bekennt“, ist sich der Vereinsvorstand einig. „Unfälle sind nicht planbar und eine schnelle Versorgung mit Intensivbetten muss vor Ort gesichert sein.“

Aktuell soll das Klinikum in eine Facharztklinik gewandelt und der Standort damit gesichert werden. Jutta Dohr: „Uns liegen noch keine genauen Pläne vor, aber es ist wichtig, dass die Notfallversorgung mit Betten bestehen bleibt.“

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erstellt am 17.Sep.2014 | 17:03 Uhr

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