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Jubiläum : Seit 850 Jahren eine Kirche in Wilster

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Propst Dr. Thomas Bergemann leitet Festgottesdienst in St. Bartholomäus in Wilster. Stellvertreterin Christiane Zimmermann zollt Ehrenamtlern großes Lob.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2014 | 17:00 Uhr

Mit einem von fast 150 Gemeindegliedern gut besuchten Festgottesdienst in der St.-Bartholomäus-Kirche ging – so die Worte von Pastorin Telse Möller-Göttsche – „eine schöne, aber auch anstrengende Visitationswoche“ durch Propst Dr. Thomas Bergemann und seine Stellvertreterin Christiane Zimmermann am gestrigen Sonntag Rogate zu Ende.

Der Kirchengemeinderat war zu Beginn des feierlichen Gottesdienstes zur Musik der Bachorgel in das Gotteshaus eingezogen. Gemeinsam mit der Gemeinde feierte er den 850. Geburtstag einer Kirche in der Marschenstadt. Die erste Kirche wurde nachweislich zum ersten Mal 1164 in einer Urkunde des Klosters Neumünster erwähnt, die heutige Kirche wurde im Juli 1780 eingeweiht. Sie wird also im nächsten Jahr 135 Jahre alt.

Rogate, so sagte Telse Möller-Göttsche bei ihrer Begrüßung – bedeute so viel wie inständig beten – und das nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere Menschen. Das Gebet wurde auch in dem Festgottesdienst gepflegt, der mit viel Musik durch die Kantorei, den Bach-Chor und das Gospel-Ensemble unter der Leitung von Tord Siemen, dem Orgelspiel von Hartwig Barte-Hanßen und der instrumentalen Begleitung durch Gustav Hintz mit seinem Saxophon ausgestaltet wurde.

In seiner Predigt blickte Propst Bergemann auf den Vortrag von Helmut Schwingel auf die 850-jährige Kirchengeschichte zurück, den dieser am Freitagabend gehalten hatte. „Hier ist seit Jahrhunderten Kirche gelebt worden“, betonte der Propst. Wir, die Menschen, bauen, reparieren und sanieren, aber im Grunde seien wir alle nur Hilfsleute für Gott, der der eigentliche Bauherr sei. Er stehe hinter allem Leben und Sterben; er sei Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zugleich. „Er bleibt unfassbar, aber doch spürbar“, machte Propst Dr. Bergemann bewusst. Gott verzichte auf Macht und lebe Barmherzigkeit und öffne eine Welt, in der Gott Gemeinschaft schenke. „Um einen solchen Gott zu ehren, bauen wir Kirchen, singen wir Lieder, beten wir und kommen zur Stille“, sagte der Geistliche.

Die stellvertretende Pröpstin Christiane Zimmermann sprach den Verantwortlichen in der Kirchengemeinde, den Hauptamtlichen ebenso wie den Ehrenamtlichen, ein großes Lob für ihr Engagement und ihren Einsatz aus. Der Propst und sie selbst hätten Wilster als „ausgesprochen gastfreundliche Gemeinde“ erlebt. „Die Gemeindeleitung ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, fuhr sie fort. Dies sei eindrucksvoll deutlich geworden in dem bislang einmalig von vielen Mitwirkenden geschriebenen Vorstellungsbericht zu der jetzt beendeten Visitation. Haupt- und Ehrenamtler arbeiten hier als Team und könnten sich gegenseitig unterstützen und ergänzen. Das werde auch in der Region in den unterschiedlichen Aufgabengebieten von der Jugendarbeit über die Kirchenmusik bis zu den übergemeindlichen Gottesdiensten deutlich. Aus der Jugendarbeit sei Timo Milewski ebenso wenig wegzudenken wie Kantor und Organist Hartwig Barte-Hanßen bei der Kirchenmusik. Sie nannte als weiteres positives Merkmal die innovative Arbeit auf dem Friedhof.

„Im Zentrum Ihrer Berufung steht, dass Sie die Menschen erreichen wollen. Ihr Schatz sind die Menschen, für die Sie alle hier Ihren Dienst tun“, schloss Christiane Zimmermann.

Pastor Volker Höppner lud zum Abschluss des Festgottesdienstes zu einer Abendmahlsfeier ein, bei der er von Dr. Thomas Bergemann und Christiane Zimmermann ebenso unterstützt wurde wie von seiner Kollegin Telse Möller-Göttsche. Mit einem Empfang und einem gemeinsamen Mittagessen unter der Orgelempore ging der 850-jährige Kirchengeburtstag zu Ende.

Über den Vortrag von Helmut Schwingel werden wir gesondert berichten.


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