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Norddeutsche Rundschau

18. November 2017 | 05:42 Uhr

Seit 25 Jahren Garant für große Kultur

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zweitägiges Sommerfest zum Jubiläum des Elbeforums / Buntes Programm mit Theater, Musik und Ausstellungen

„Wenn ich hier oben auf der Bühne stehe, bedeutet das meist nichts Gutes.“ Doch in diesem Fall war der Auftritt von Frank Dehning kein böses Vorzeichen, im Gegenteil. Der Leiter des Elbeforums begrüßte die Gäste zur großen Sommerfest-Jubiläumsveranstaltung. 25 Jahre steht der Bau jetzt am von Humboldt-Platz und hat Erfolgsgeschichte geschrieben.

„Es kommt immer mal wieder vor, dass eine Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden muss, weil der Künstler krank geworden ist oder das Navi ihn falsch geschickt hat“, führte der Theaterchef aus. „In den letzten 25 Jahren ist das Elbeforum gewachsen und über die Region hinaus bekannt geworden, hat sich einen guten Namen erarbeitet.“ Dehning sprach einen persönlichen Dank an Wolfgang Plüghan aus, der ihn als damalige Volkshochschulleiter als Leiter des Elbeforums gewinnen konnte. „Ich wollte das gar nicht“, erinnerte sich Frank Dehning, der jetzt die neue Spielzeit 2017/18 mit der Konzert- und Theaternacht eröffnete.

Die „Zwei-Mann-Song-Comedy“-Gruppe „Die Feisten“ war bereits 1994 zu Gast und begeisterten schon damals das Publikum. Ihnen fehlt es an Ernsthaftigkeit, wie sie selbst sagen. Jana Kozewa führte anschließend durch den Act Improvisationstheater „Theatersport“ aus Berlin. Sie ließ die Zuschauer Fragen beantworten, aus denen drei Schauspieler und ein Pianist sofort kurze Spielszenen, Lieder und sogar ein Opernfragment umsetzten. Mit den Begriffen Strandhalle, Gemeinschaftsschule, Covestro, Dithmarscher Pilsner und Bahnhof Wilster kam Lokalkolorit auf die Bühne. Als dritte Gruppe bot „Elbtonal Percussion“ einen Einblick in ihr Repertoire, das durch alle Musikgenres führte. Die Musiker aus Hamburg spielten auf allem, was Schlagwerk bietet und zusätzlich unter anderem auf Tonnen und Eimern.

Am Sonntag ging das Sommerfest mit einem bunten Programm im Haus und im Außenbereich weiter. Der Tag startete mit einem Jazzfrühschoppen mit Frühstück im großen Saal und bot Aktionen für die ganze Familie. Die Volkshochschule informierte über ihr Programm, es gab Märchen und die Gelegenheit, bei einem Fotoshooting eigene Postkarten zu erstellen. Die Stadtgalerie bot verschiedene Workshops an und Sören Schröder inszenierte mit großer Resonanz „Brunsbüttel singt“ im Bürgersaal. Knut Schröder erklärte bei Führungen durch das Theater von der Tiefgarage und dem Orchestergraben bis auf die Bretter, die die Welt bedeuten im großen Saal das Haus und den Ablauf.

Im Februar hat sich an der Volkshochschule eine Theater AG unter der Leitung von Dagmar Kurr-Mensing gegründet, die eine Revue über das Theaterleben, die Schauspieler und das Gebaren der unschlüssigen Kunden an der Theaterkasse geschrieben hat. Das Stück feierte seine Premiere und zeigte, dass Brunsbüttel nicht Provinz, die Postleitzahl 25541 jedem bekannt ist und das Elbeforum in 25 Jahren unzählige Weltstars präsentiert hat. Auch die Stadtgalerie mit Ausstellungen von Sönke Dwenger bis Josef Beuys ist über die Kreisgrenzen bekannt. Alles in allem eine Erfolgsgeschichte, für die es Sekt und Blumen gab.

Nach einer Umbauphase im großen Saal traten am Abend Svea Adolph mit ihrer Brunsbütteler Band und die Gruppe „Simple“ auf, ein Poetry Slam mit Mona Harry und Björn Hogdal und die Beatboxer „Razzz“ aus Berlin begeisterten das Publikum und schlossen das Sommerfest ab.





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