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Geschäftsidee : Seifenkiste mit Automatikgetriebe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit TÜV geprüften, kultigen Hightech-Gefährten will sich ein Wilsteraner selbstständig machen. Christian Pott will geführte Hot-Rod-Insel-Touren auf Gran Canaria anbieten.

Auf den ersten Blick erinnern sie an Seifenkisten. Doch der Schein trügt, denn während selbst gebaute Kinderautomobile in der Regel nicht über einen eigenen Antrieb verfügen, wird das High-Tech-Gegenstück zur herkömmlichen Seifenkiste mit der Bezeichnung Hot Rod von einem fast 14 PS starken gebläsegekühlten Viertaktmotor mit Automatikgetriebe angetrieben. Auf bis zu 88 Stundenkilometern lässt sich das TÜV geprüfte und mit einer Straßenzulassung ausgestattete Gefährt beschleunigen. Bei dem „Flug“ über den Asphalt sitzt der Fahrer nur wenige Zentimeter über dem Boden. „Das verschafft einem einen unbeschreiblichen Kick. Das Gefühl kann man nicht in Worte fassen, das muss man einfach selber erfahren“, sagt Christian Pott.

Gemeinsam mit dem Hamburger Unternehmer Lars Imelmann will der Wilsteraner ab Juni die Ferieninsel Gran Canaria mit den Fahrzeugen erobern. „Wir planen geführte Hot-Rod-Insel-Touren anzubieten“, erzählt der unabhängige Versicherungsmakler und dreifache Familienvater aus der Marschenstadt. In elf deutschen Städten sowie in Salzburg in Österreich wird dieses Geschäftsmodell bereits erfolgreich umgesetzt. Die Hamburger Manufaktur Wenckstern, die lediglich 120 solcher motorisierten Seifenkisten im Jahr baut und solche Touren in der Hansestadt anbietet, kann sich vor Aufträgen und Anfragen von Geschäftsleuten, die Vertriebspartner werden wollen, kaum noch retten.

Mit Fuerteventura, Lanzarote und Teneriffa haben sich die beiden Nordlichter die Lizenzen für die Vermietung der Mini Hot Rods für noch drei weitere Kanarische Inseln gesichert.

„Gran Canaria ist wie gemacht für Touren mit den Mini Hot Rods“, zeigt sich Christian Pott von der Insel begeistert. Nicht nur dass, in den vergangenen Jahren sämtliche Straßen neu asphaltiert wurden. „Auf der beliebten Ferieninsel ist einfach das ganze Jahr Saison“, nennt Pott den Grund für den Entschluss auf Gran Canaria solche Touren anbieten zu wollen. Lediglich elf Regentage im Jahr, Temperaturen zwischen 20 und 27 Grad sowie die Vielfalt der Landschaft machen Gran Canaria zu etwas Besonderen. Über 2,8 Millionen Urlauber entscheiden sich daher jährlich für einen Aufenthalt auf der drittgrößten Insel des Kanarischen Archipels.

Für die Umsetzung ihrer Geschäftsidee setzten Lars Imelmann und Christian Pott alles auf eine Karte. Denn ganz einfach und kostenfrei ist die Umsetzung der Geschäftsidee, geführte Hot-Rod-City-Touren auf Gran Canaria anzubieten, nicht. „Aufgrund vorhandener EU-Richtlinien haben wir uns alles etwas einfacher vorgestellt“, so Christian Pott. Auch wenn die Fahrzeuge eine deutsche Zulassung haben, so heißt dies nicht, das diese Betriebserlaubnis auch für Spanien gültig ist. Diese musste auch dort erst einmal beantragt werden. „Da in Spanien die TÜV-Plaketten an die Scheibe geklebt werden, mussten wir neue, höhere Scheiben bei der Firma Wenckstern ordern“, nennt der Versicherungsmakler ein Beispiel für eine von vielen kleinen Hürden, die zunächst überwunden werden mussten. „Wir stehen zu 100 Prozent hinter dieser Geschäftsidee“, sind sich die beiden Geschäftspartner einig.

Nicht nur viel Geld, sondern auch viel Zeit wurde in die Vorbereitung gesteckt. „Eigentlich wollte ich im Juli des vergangenen Jahres heiraten, doch wir haben die Hochzeit auf den 15. Mai 2015 verschoben“, erzählt Lars Imelmann und sagt weiter: „Das Geschäft hat in diesem Fall einfach mal Vorrang, und ich bin überglücklich, dass meine Freundin Verständnis hat.“

Da die Hot Rods erst seit kurzer Zeit auf dem Markt sind, reagieren die Banken noch skeptisch, wenn es um die Finanzierung des Projekts geht. Daher soll das Vorhaben mit eigenen finanziellen Mitteln und privaten Investoren durchgeführt werden. Auf satte Renditen von 14 Prozent im Jahr können sich die Anleger bei einer Investitionszeit von 30 Monaten einstellen. Mit einem Businessplan begeben sich die beiden nun auf Investorensuche, von Kleinanleger bis Großinvestor, damit die Zahl der Fahrzeuge auf der Insel möglichst schnell auf die geplanten 30 Stück anwachsen kann.

>>Weitere Infos unter: www.camas-gmbh.de oder per E-Mail unter info@camas-gmbh.de

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