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Konzert : „Sehr, sehr schön“ – die Schöpfung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Konzertchor und Gastmusiker führen Haydns Werk in der vollen St. Laurentii-Kirche auf.

Eines der „schönsten, bekanntesten und beliebtesten Oratorien“ dirigierte Eckhard Heppner in der voll besetzten St. Laurentii-Kirche: „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn. Der Itzehoer Konzertchor wurde durch Gastsänger aus Hamburg, Schleswig-Holstein und sogar aus Münster unterstützt, es spielte das Wandsbeker Symphonieorchester. Die Solostimmen übernahmen Keiko Enomoto (Sopran), Dantes Diwiak (Tenor) und Thomas Wittig (Bass).

Die mehrfach ausgezeichneten Solisten hatten zum Teil bereits früher mit dem Itzehoer Konzertchor gemeinsam konzertiert, Wittig und Diwiak zuletzt im vergangenen Jahr mit Mozarts „Krönungsmesse“ in St. Laurentii. Sie sangen die Stimmen der drei Erzengel Raphael, Gabriel und Uriel, die die einzelnen Schöpfungsphasen kommentierten, sowie im dritten Teil des Werkes die Soli von Adam und Eva. Der Itzehoer Konzertchor führte das Oratorium in seiner Geschichte bereits zum siebten Mal auf. „Nach seiner Uraufführung konnte das Werk einen unvergleichlichen Siegeszug durch ganz Europa verzeichnen“, so Heppner. Den vielen Konzertbegeisterten wünschte er „ein genussvolles Hören“.

Das aus drei Teilen bestehende Werk wurde nach dem Text von John Miltons „Paradise Lost“ von Lidley verfasst. Gottfried van Swieten übersetzte es ins Deutsche. Den größeren Chorsätzen und Arien gingen kurze Rezitative vorweg. Das Orchester setzte die für das Werk typischen tonmalerischen Episoden gekonnt um, in Tiergebrüll, Naturgewalten oder Sonnenaufgang. Die Chorszenen waren effektvoll, aus ihnen sprachen Freude, Lob und Jubel. Die unverwechselbaren Stimmen der drei Solisten begeisterten das Publikum.

So blieben die Zuschauer angesichts der Tongewalt bewegt zurück und spendeten anhaltenden Beifall. Sigrid von Restorff (74) saß gemeinsam mit ihrem Mann Cord (75) in der ersten Reihe: „Es gefällt mir sehr, sehr gut. Ich erfreue mich an den Texten, an diesem Lob der Schöpfung.“ Eigentlich hatte das Ehepaar Karten für eine andere Veranstaltung in Hamburg gehabt, sich aber kurzfristig umentschieden. „Es ist so einmalig“, sagte der 75-Jährige. Nele Hein (20) war gemeinsam mit Devin Levanti (19) in die Kirche gekommen. „Ich war letztes Jahr schon beim Konzert hier, meine Oma singt im Chor“, so die
20-Jährige. „Ich singe selbst auch und interessiere mich einfach für Chorgesänge.“ Devin Levanti war begeistert: „Es ist das erste Mal, dass ich so etwas erlebe. Es ist sehr, sehr schön.“

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