Wilster : Segler hoffen auf Oktober

Für lange Zeit eine Großbaustelle: Die Schleuse Kasenort wird derzeit von Grund auf saniert.
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Für lange Zeit eine Großbaustelle: Die Schleuse Kasenort wird derzeit von Grund auf saniert.

Im Herbst soll die Schleuse Kasenort wieder passierbar sein. Das neue Schöpfwerk wird im Februar installiert.

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18. Januar 2018, 05:00 Uhr

„Die Sanierungsarbeiten an der Schleuse Kasenort waren das Thema in den Gesprächen unserer Vereinsmitglieder. Es ist für uns existenziell wichtig, dass die Schleuse in ihrer Funktion für die Schifffahrt erhalten bleibt“, betonte der Vorsitzende der Seglervereinigung Wilster, Hagen Reese, auf der Hauptversammlung der SVW im Hotel Busch. Schließlich, so merkte er an, werde die Schleuse jedes Jahr im Frühjahr und Herbst von 40 Schiffen befahren, um von den Bootshallen auf die Stör bzw. im Herbst wieder ins Winterlager zu gelangen.

Insgesamt aber freuen sich die SVW-Mitglieder, dass in die Schleuse investiert werde. Deshalb sei man auch bereit, während der Bauzeit gewisse Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Dennoch könnte es für die Bootseigner sehr kritisch werden, wenn die Schleuse im Herbst wider Erwarten noch nicht wieder befahrbar sein sollte und Schiffe und Schlengel den Gefahren des Winters ausgesetzt sein würden. „Wir benötigen eine feste Zusage, dass die Schleuse Ende Oktober wieder befahrbar ist“, hob Reese den mahnenden Finger in Richtung von Bürgermeister Walter Schulz, der zuvor ebenfalls zur Schleusensanierung Stellung genommen hatte.

Schulz griff auf Daten zurück, die der Leiter des Tiefbauamtes im Amt Wilstermarsch, Roman Stöckmann, zusammengestellt hatte. Die Schleusensanierung sei ein gemeinsames Projekt der Stadt Wilster und des Deich- und Hauptsielverbandes Wilstermarsch. Dafür fließen Fördermittel von 1,15 Millionen Euro für die „Förderung des kulturellen Erbes in ländlichen Gebieten“.

Die Arbeiten laufen seit Juni vorigen Jahres. Dazu gehörten die Entfernung der Sohlsicherung auf der Binnen- und Außenseite sowie nach Einbringen der Spundwände deren Aussteifung und Rückverankerung mit Hilfe einer Tauchergruppe. Mit den jetzt laufenden Arbeiten sei die Firma Peters-Bau aus Borsfleth beauftragt worden. Noch im Februar/März soll ein neues Schöpfwerk mit einer Leistung von zwei Kubikmetern pro Sekunde in Betrieb genommen werden. Die neue Pumpe soll Mitte Februar installiert werden. Dafür wurde bereits ein neuer Trafo für die Stromversorgung errichtet. Die Steuerungsanlage soll dann kurzfristig montiert werden.

Bei Trockenlegung der Schleuse stehen in den nächsten Monaten die Sanierung oder auch Erneuerung des Mauerwerks und die Sanierung der Schleusentore 1 an, im nächsten Jahr sollen die Stemmtorpaare 2 folgen. Dabei werde es keine längeren Einschränkungen für die Schifffahrt geben, beruhigte der Bürgermeister. „Ab Anfang April bis Ende Oktober werden keine Schiffspassagen möglich sein“, teilte er den Seglern mit.

Ein konkretes Datum für die Beendigung der Arbeiten in diesem Jahr konnte Walter Schulz allerdings nicht nennen. „Angestrebt wird aber eine Freigabe der Schleuse für die Schifffahrt Ende Oktober 2018“, betonte Schulz.

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