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Beinahe-Unglück im Glückstädter Hafen : Segelschiff vor Untergang bewahrt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Anlieger sieht, wie im Glückstädter Binnenhafen eine Yacht voller Wasser läuft. Feuerwehrleute pumpen und verhindern, dass das Schiff sinkt.

Mit drei Einsatzfahrzeugen sind Feuerwehrleute am späten Dienstagnachmittag zum Rethövel ausgerückt. Dort drohte eine zwölf Meter lange Segelyacht zu sinken. Sie hatte am oberen Binnenhafen geankert. Einem segelerfahrenen Anlieger auf der anderen Hafenseite war kurz nach 17 Uhr die mit dem Bug tief in das Binnenhafenwasser eintauchende „Elena“ aufgefallen. Das Schiff kippte nach vorne. Der Mann rief die Feuerwehr.

Als die Feuerwehrleute kurz darauf am Hafen eintrafen, stellten sie fest, dass Wasser in die Yacht eingedrungen war. Glücklicherweise waren alle Türen und Luken offen. So konnten die Einsatzkräfte das Bootsinnere ungehindert inspizieren. Denn der Hamburger Eigner war nicht so leicht zu erreichen, er war mittags nach dem Anlegen in Glückstadt in Richtung Dänemark aufgebrochen. „Im Vorschiff und in der Toilette steht das Wasser einen Meter hoch, und der Salon im hinteren Teil der Elena ist etwa 60 Zentimeter überflutet“, lautete die erste Rückmeldung von Wehrführer Thies Tießen. Tießens an der Einsatzstelle. Mit Hilfe von drei Tauchpumpen wurde die Yacht dann in einem gut einstündigen Einsatz soweit wie möglich trockengelegt. „Da auch der Maschinenraum unter Wasser stand, mussten wir darauf achten, dass kein ölhaltiges Bilgenwasser ins Hafenbecken gelangt“, erklärte der Wehrführer.

Zu diesem Zeitpunkt stand die Ursache des Wassereinbruchs bereits fest: Der Eigner hatte alle Seeventile seines Bootes geöffnet. Über diese gelangt Seewasser als Kühl- oder Abwaschwasser sowie Wasser für die Toilettenspülung in das Boot. „Wenn die Schläuche heil sind, ist ein geöffnetes Seeventil kein Problem“, sagte Tießen. Doch im Falle der „Elena“ habe der zur Toilette führende Brauchwasserschlauch einen Riss gehabt. Dadurch konnte Wasser aus dem Hafenbecken ins Bootsinnere bis zur Wasserlinie hineindrücken.

Nach Feuerwehrangaben ist der im Bootsinneren entstandene Sachschaden beträchtlich. Die ganze Inneneinrichtung sei quasi zerstört. „Den Schaden schätze ich auf mehrere zehntausend Euro. Die Hauptsache ist aber doch, dass die Elena nicht im Binnenhafen untergegangen ist,“ sagte Tießen.

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