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Ferienspaß : Segelfreizeit mit Herausforderungen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Lagerleben am Kollmaraner Hafen und Regatta auf der Elbe. Kinder haben mit Regen und Wind zu kämpfen.

„Schon beim Aufbauen der Zelte hat es geregnet und die nächsten drei Nächte auch, aber bis auf eines haben alle Zelte gehalten.“ So beschreibt Maren Gümüskaya die besonderen Herausforderungen der Segelfreizeit des Wassersportvereins Kollmar auf dem Vereinsgelände am Elbestrand. Zusammen mit Sven Santore hat sie das erste Mal die Leitung des Camps, das schon zum 32. Mal in der ersten Woche der Sommerferien stattfindet. „Schon als Kinder haben wir selbst an der Freizeit teilgenommen und kennen den Ablauf, deshalb gab es auch keine Panik.“ Zusammen mit elf Helfern, einem eingespielten Team, betreuen sie 28 Jugendliche aus den umliegenden Segelvereinen. Zwei Gäste, die bei ihrer Oma in Glückstadt Ferien machen, kommen sogar aus Bayern.

Um den durchnässten Boden begehbar zu machen, wurden kurzerhand Strohballen vom Kollmaraner Landwirt Claus Thamling herbeigeschafft und verteilt. „Wir fühlen uns hier ein wenig so wie Klein-Wacken.“ Gesegelt wird auf zwei Jollen, drei Katamaranen und den Optimisten. Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt der Segelausbildung bei den Opti-Kindern, den Segelanfängern im Einmannboot. In zwei Gruppen werden die Jugendlichen an den Optis von der Pike an von den Kollmaraner Trainern Kalle und Harald Frank ausgebildet. Meist geht es zweimal täglich zu Wasser. Zur Schulung gehört auch das Kentertraining. Und bei der Regatta gestern bei starkem Wind wurden die erlernten Kenntnisse gleich eingesetzt. Nachdem allerdings mehrere Boote von Wind und Wellen umgeschlagen waren, wurde die Wettfahrt vorzeitig beendet. Aber zum Abendhochwasser und heute gibt es die nächsten Wettfahrten.

Das Lagerleben und die Gemeinschaft stehen bei vielen Teilnehmern ohnehin an erster Stelle. Die Mittagsverpflegung kommt von einem Gastwirt aus Neuendorf, morgens und abends organisiert das Helferteam im Gemeinschaftszelt das Essen. Umschichtig helfen die Jugendlichen beim Küchendienst. „Am Mittwoch hatten wir bei bestem Wetter unsere Geschwaderfahrt nach Glückstadt, Baden im Freibad und das abendliche Elterngrillen“, freut sich Maren Gümüskaya. Ihre Tochter Melek (10) ist das dritte Mal mit dabei. Für sie ist das Zelten und das Erleben der Natur am Schönsten. Auch das Freizeitprogramm mit Mini-Disko und Kindercocktails, das Bemalen von T-Shirts und das Basteln von Schlüsselanhängern und Armbändern findet sie gut. Mia Dewitz (10) aus Kollmar ist auch das dritte Mal dabei: „Ich liebe das hier, weil man all das machen kann, was man sonst nicht macht.“ Am besten gefiel ihr die Pappbootregatta. Aus Papprollen, Papier und Klebeband wurden unter Anleitung eines Hamburger Schiffbauingenieurs kleine Modellsegelboote gebaut, und bei einer Regatta vom Steg wurde das schnellste Boot ermittelt. Jakob (17) aus Elmshorn fasst seine Eindrücke kurz und knapp zusammen: „Gut, gefällt mir, ich komme nächstes Jahr wieder.“

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