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Kommunalpolitik : Sechs Millionen Überschuss in der Kreiskasse

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Jahresabschluss 2014 beschert Steinburg einen unerwarteten Geldsegen.

Landrat Torsten Wendt freut sich über ein „ausgesprochen gutes Ergebnis“ – tatsächlich ist es fast eine finanzpolitische Sensation. Vor gut einem Jahr hatte es in der Kreiskasse noch ein Loch von neun Millionen Euro gegeben. Der jetzt für 2014 vorliegende vorläufige Jahresabschluss für 2014 weist – entgegen aller Erwartungen und Befürchtungen – einen Überschuss von sechs Millionen Euro aus. Unterm Strich steht der Kreis damit runde 15 Millionen Euro besser da als einst prognostiziert. Zum Vergleich: Das entspricht rein rechnerisch den einst anvisierten Kosten für den Kreishaus-Neubaubau.

Zu verdanken ist diese positive Entwicklung einer brummenden Konjunktur, glücklichen Konstellationen und völlig überraschenden Zuwendungen. Mit dem Landrat freut sich Kreiskämmerer Manfred Hauptmann. Er macht aber auch gleich deutlich, dass mit dieser Entwicklung niemand rechnen konnte. „Das ist auch jetzt nur eine Momentaufnahme“, betont Hauptmann. Auch Wendt macht darauf aufmerksam, dass bei der Haushaltsplanung ständig mit Unwägbarkeiten gerechnet werden müsse. Bei einem Haushaltsvolumen von rund 190 Millionen Euro seien Abweichungen nicht vermeidbar. Immer wieder gebe es Aktualisierungen, Gesetzesänderungen, neue Grunddaten. So werde zum Beispiel das Asylbewerberleistungsgesetz „unseren Sozialhaushalt zerschießen“.

Angesichts anhaltend guter Rahmenbedingungen blicken Wendt und Hauptmann dennoch „verhalten optimistisch“ in die Zukunft. Das dürfte insbesondere auch die Steinburger Städte und Gemeinden brennend interessieren. Der Gemeindetag war gegen eine höhere Kreisumlage Sturm gelaufen. „Auf der Grundlage der damaligen Zahlen war unser Vorgehen auch richtig“, verteidigt Wendt. Ob der Geldsegen jetzt zum von den Kommunen geforderten Verzicht auf eine Umlagenerhöhung führt, lässt der Verwaltungschef offen. „Das muss der Kreistag entscheiden.“ Für die März-Sitzung will er dazu eine Vorlage präsentieren. Vorsorglich betont Wendt dabei auch, dass mit dem Förderzentrum, dem Kreishaus und der Sporthalle am Glückstädter Gymnasium noch große Investitionen gestemmt werden müssten.

Hier kommt das viele Geld her


❍ 3 Millionen Euro an Fehlbetragszuweisungen aus 2012 und 2013.

❍ 1 Million Euro aus Umlagen.

❍ 1,5 Millionen Euro an Schulkostenbeiträgen.

❍ 1 Million Euro, weil geplante gelbe Mülltonnen nicht gekauft werden müssen.

❍ 400  000 Euro, weil das ehemalige JAW nicht abgerissen wird.

❍ 600  000 Euro Mehrertrag aus der gemeinsam mit Dithmarschen betriebenen Bußgeldstelle.

❍ 600  000 Euro Nettoverbesserung im Bereich Jugend und Soziales.

❍ 1,4 Millionen Euro Minderaufwand beim Straßen- und Brückenbau.

❍ 1,2 Millionen Euro Ersparnis bei den Personalausgaben

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erstellt am 19.Feb.2015 | 05:08 Uhr

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