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Science Summer School: Unternehmer und Schüler auf Augenhöhe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vielleicht wollen sie „irgendwas mit Medien“ machen – und wären in den Naturwissenschaften viel besser aufgehoben, haben das aber nie ausprobiert. Womöglich haben sie auch gar nicht auf der Rechnung, dass es in Wissenschaft und Technik „coole“ Jobs in der Region gibt. Oder sie bleiben nach dem Studium weg, weil es anderswo vermeintlich bessere Arbeitsplätze gibt als in der Heimat. Es lauern viele Gefahren, die verhindern, dass aus den Schülern von heute die Fachkräfte von morgen für die Region werden.

Deshalb gibt es die Science Summer School am Innovationszentrum IZET, die in dieser Woche bereits zum 8. Mal stattfindet. „Wir wollen den jungen Leuten zeigen, dass es interessante Technologie-Unternehmen in der Region gibt“, erklärt IZET-Geschäftsführer Prof. Dr. Ralf Thiericke. Dabei geht es locker zu. „Wir bringen die Schüler auf Augenhöhe mit den Unternehmern.“ Wer die Summer School durchlaufen habe, solle sich trauen, einem Firmenchef eine Mail zu schicken und nach einem Praktikum zu fragen. Knapp 80 Schüler aus Steinburger und Dithmarscher Gymnasien machen mit.

Einige Jugendliche schauten auch hinterher noch hin und wieder im IZET vorbei, „um einfach zu quatschen“ oder weil sie zum Beispiel ein Gutachten brauchten. Es entstehe „ein enger Kontakt zum Standort – auf menschlich-persönlicher Ebene“, freut sich Thiericke.

Diesen Kontakt weiß auch Christoph Maroschek zu schätzen. Mit seiner Iolution GmbH war er von 2005 bis 2008 selbst im IZET angesiedelt. Inzwischen ist die Firma in Hamburg zuhause, doch der Draht nach Itzehoe besteht noch immer. Ralf Thiericke und sein Vorgänger Dr. Ingo Hussla hätten ihm immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden, sagt Maroschek. „Das ist eine Sache, die bleibt.“ Deshalb unterstützt er das Projekt gerne und hielt in diesem Jahr einen Vortrag über den Weg von der Idee zum Medizinprodukt. „Bei mir gab es so ein Angebot leider noch nicht“, bedauerte er. Neben Vorträgen gibt es auch Firmen-Besichtigungen.

Bei den Schülern kommt das Ganze gut an. Daniel Kösters (17) von der Itzehoer Kaiser-Karl-Schule war schon im Vorjahr dabei. „Es ist interessant, mal die Unternehmen zu sehen: was an Innovation dahinter steckt und wie es funktioniert“, sagt er. Tom Feist (16) von der KKS und Mathes Rausch (17) vom Glückstädter Detlefsengymnasium streben ein naturwissenschaftliches Studium an und holen sich Anregungen. Tom hofft auf einen guten Überblick, Mathes möchte hinterher zumindest Bereiche ausschließen können. Firmen kennen lernen und sich informieren wollen Pia Wirsing (17) und Michelle Bork (17) vom Regionalen Berufsbildungszentrum (rbz). Ihr Eindruck: „Sehr informativ und interessant.“

Gezielt auf der Suche nach Bekanntschaften und Adressen ist Jonas Samer (16) vom Detlefsengymnasium. Er sieht seine Zukunft in den Naturwissenschaften und schaut schon einmal, „was ich wo machen kann“. Als Wiederholungstäter weiß sein Mitschüler Jorrit Stroh (18), wo die besten Kontakte lauern: „Beim Abschluss-Grillabend habe ich gute Bekanntschaften geschlossen.“

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erstellt am 04.Sep.2014 | 05:00 Uhr

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