Schwungvoller Gesang im orchestralen Gewand

Begeisterten einmal mehr im ausverkauften Brunsbütteler Elbeforum: The King’s Singers bei ihrem diesjährigen SHMF-Gastspiel.
Begeisterten einmal mehr im ausverkauften Brunsbütteler Elbeforum: The King’s Singers bei ihrem diesjährigen SHMF-Gastspiel.

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23. Juli 2015, 11:51 Uhr

„Mehr als zufrieden“ war Rainer Keiemburg nach dem Konzert im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) im Elbeforum. Der Vorsitzende des Brunsbütteler Festival-Beirates war begeistert von dem harmonischen Zusammenspiel zwischen den King’s Singers und der NDR-Philharmonie unter der Leitung von Frank Strobel im ausverkauften Haus. Und das Publikum war nicht weniger hingerissen von der Darbietung der Briten.

„Wir freuen uns, wieder in Brunsbüttel zu sein und dass wir uns die Bühne mit der Philharmonie teilen dürfen“, stellte Jonathan Howard fest. Der Bass der A-Cappella-Gruppe erläuterte das „Great American Songbook“, das in Brunsbüttel Programm war. Musik von George Gershwin, Cole Porter, Harold Arlen und Irving Berlin hat das aufstrebende Amerika der 1920er bis 60er Jahre geprägt. Zahlreiche Filmmusiken und Musical-Melodien haben Geschichte geschrieben und gehören in die Kategorie des „Großen amerikanischen Liederbuchs“. Die King’s Singers haben zudem gemeinsam mit den Philharmonikern aus Hannover einige Lieder neu eingespielt. Auf jeden Fall konnten sich die Briten gegen die 86 Instrumentalmusiker durchsetzen. Einige Songs trugen die King’s Singers in ihrem eigenen Sound a cappella vor, auch das Orchester hatte seine Soloauftritte.

Das Publikum ließ sich von Beginn an von Stücken wie „Get Happy“, „Begin The Beguine“ oder „Night And Day“ mitreißen. Die King’s Singers bewiesen bei der Moderation ihre Deutschkenntnisse und wollten sich am Ende des ersten Konzertteils „so richtig daneben benehmen“. „Let’s Misbehave“ erklang dann allerdings – anders als bei Ulrich Tukur und Rhythmus Boys in Heide – ohne Auffälligkeiten und Zwischenfälle. Charmant, mit viel Schwung und immer mit einem Augenzwinkern sangen sie die Titel, froren den letzten Ton sekundenlang ein, bevor sie den aufbrandenden Applaus genossen.

„Ich finde die Arrangements von A Cappella und Philharmonie sehr mutig und bin total begeistert“, fasste Rainer Keiemburg zusammen. Während die Künstler im oberen Foyer des Elbeforums Autogramme gaben und mit den Zuhörern plauschten, wurden beim Festivaltreff im Zelt und auf dem von-Humboldt-Platz bei einem Getränk oder Spezialitäten vom „kulinarischen Broadway“ der Gastronomie Böhe angeregte Gespräche geführt.

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