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Norddeutsche Rundschau

17. August 2017 | 14:09 Uhr

Konzert : Schwungvoll in neue Spielzeit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zum Saisonstart freuen sich Bürgermeister und Theaterdirektorin über steigende Besucherzahlen im theater itzehoe. Beim Eröffnungskonzert begeistert Amihai Grosz an der Bratsche.

Mit guten Nachrichten, Optimismus und kraftvollem Schwung startete im sehr gut besetzten Theater die neue Saison. Die gute Nachricht, die Theaterdirektorin Ulrike Schanko im Duett mit Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen verkündete: stetig steigende Besucherzahlen. Und das, ohne das Theater in eine „kommerzielle Eventhalle“ zu verwandeln, wie Ulrike Schanko stolz verkündete. Der Kulturauftrag stehe weiter im Mittelpunkt. Dazu bekannten sich beide. Stadt und Theater gehörten, so der Bürgermeister und die Theaterchefin unisono, zusammen. Und Koeppen für die Stadt voller Optimismus: Das Theater biete sich bei der Weiterentwicklung der Stadt als Zentrum an.

Für den kraftvollen und anspruchsvollen Saisonstart sorgte das Schleswig-Holsteinische Sinfonieorchester unter dem Dirigat von Christof Prick. Den drei „B“ – Beethoven, Brahms und Bartók – widmete der Gastdirigent den Konzertabend. Während in den Haydn-Variationen von Brahms und Beethovens 6. Sinfonie, der „Pastorale“, eher Gefälliges auf gutem Niveau geboten wurde, gab es mit dem Bartók-Stück etwas Besonderes, etwas bislang nicht Gehörtes, etwas mitreißend Unerhörtes: eines der höchst seltenen Konzerte für Solo-
Bratsche. Das Instrument, ein typischer Begleiter aus der zweiten Reihe und deswegen unter Orchestermusikern der Favorit für interne Sticheleien und Witze, steht für die auffüllenden tiefen Register und wird eher als eindimensional wahrgenommen.

Was Amihai Grosz jedoch an Virtuosität zeigte, sorgte zunächst beim Orchester und dann beim Publikum für Begeisterung: Wie eine Violine traktierte er sein Instrument, eine Bratsche von Gasparo da Salò aus dem Jahr 1570. Seine Interpretation wühlte auf mit ihren schroffen Einwürfen, den tänzerisch-fragilen Passagen und der Aura des Todes, die dieses letzte (und von späteren Adepten erst vollendete) Konzert Bartóks kennzeichnet. Das war ein Geschenk!

Wie üblich auch hatte der „Verein der Freunde“ eingangs sein Spielzeit-Geschenk überreicht. Gisela Scholz als Vorsitzende übergab das Geld für das Kinder- und Jugendtheater, für einen neuen Bücherschrank und für die Verbesserung der Prospekt-Präsentationen.

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erstellt am 17.Sep.2013 | 05:00 Uhr

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