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Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 10:40 Uhr

Schwieriger Einsatz in dichtem Rauch

vom

Kleines Feuer in Lagerhalle fordert Großaufgebot der Feuerwehren

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Glückstadt | Feuer auf dem Betriebsgelände der Firma Steinbeis am Rande der Stadtstraße. Dort hat es in der Nacht zu Pfingstsonntag in der Lagerhalle der Tochterfirma EBS-Concept gebrannt. "Durch vorhandene Löscheinrichtungen und den schnellen Einsatz unserer Werkfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehren aus Glückstadt, Blomesche Wildnis und Kollmar sind weder am Gebäude noch in der Anlage selbst größere Schäden entstanden", bestätigte Steinbeis-Geschäftsführer Michael Söffge erleichtert. Trotzdem waren die Feuerwehren stundenlang im Einsatz. Grund: Der über 4000 Quadratmeter große Hallenkomplex war völlig verraucht. Entsprechend schwer gestaltete sich für die knapp 100 Einsatzkräfte die Suche nach dem eigentlichen Brandherd.

Kurz nach 1 Uhr waren zunächst die Werkfeuerwehr der Firma Steinbeis sowie die Glückstädter Wehr wegen eines Brandmeldereinlaufes in dem sich zwischen Heizkraftwerk und altem Elbdeich befindlichen Hallenkomplex alarmiert worden. Kurze Zeit später stand dann fest: Kein Fehlalarm, es brennt tatsächlich. Der 2. Löschzug der Glückstädter Wehr wurde daraufhin nachalarmiert. Die zu diesem Zeitpunkt bereits stark verqualmte Halle machte es den Einsatzkräften zunächst unmöglich, den genauen Brandort zu lokalisieren, so dass die Alarmstufe auf "Mittelbrand" erhöht und für die Feuerwehr Glückstadt Vollalarm ausgelöst wurde. Wegen der an der Einsatzstelle dringend benötigten Atemschutzgeräteträger heulten kurz darauf auch in der Blomeschen Wildnis und in Kollmar die Sirenen. Fortan galt die Alarmstufe 3 - was dem "Großfeuer" entspricht.

Neben der Polizei war auch der Rettungsdienst mit zwei Fahrzeugen vorsorglich zur Brandstelle ausgerückt. "Eigentlich war es nur ein Kleinbrand mit starker Rauchentwicklung, deswegen hat es länger gedauert, bis man wusste, was wo genau brennt", sagte Söffge. Das eigentliche Feuer, eine größere Menge zur Weiterverarbeitung bereitliegender Reststoffe, bekamen die Kräfte am Ende schnell in den Griff.

Danach dauerte es eine Zeit, bis mit Hilfe eines Radladers sowie eines Baggers letzte Glutnester auseinandergezogen und abgelöscht waren. Gegen 4 Uhr wurden die ersten Feuerwehren aus dem Einsatz entlassen. Durch Absaugen des Rauches mit der in der Halle vorhandenen Abluftanlage sowie Verbrennung der Abluft im Kraftwerk war die Halle nach Angaben von Michael Söffge zur Frühstückszeit endgültig rauchfrei, so dass auch die letzten Einsatzkräfte ihren Rückweg antreten konnten.

Für Michael Söffge das Wichtigste: Keiner der Einsatzkräfte ist bei dem schwierigen Einsatz zu Schaden gekommen. "Der jüngste Vorfall hat wieder einmal gezeigt, dass sich die Firma Steinbeis sowohl auf ihre Werkfeuerwehr als auch auf die Freiwilligen Feuerwehren in Glückstadt und Umgebung verlassen kann. Dafür meinen Dank", lobte der Geschäftsführer den vorbildlichen Einsatz. Jetzt will man seitens der Firma nach der Brandursache suchen und die sich zum Brandausbruch nicht in Betrieb befindliche Anlage überprüfen.

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