Unfall in Kollmar : Schwierige Rettung: Motorradfahrer verunglückt

Ein Motorradfahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Er flog mit seiner Maschine in einen tiefen Graben.
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Ein Motorradfahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Er flog mit seiner Maschine in einen tiefen Graben.

Ein 53-jähriger Brunsbüttler stieß am Dienstagabend mit einer Autofahrerin zusammen. Lebensgefährlich verletzt wurde er ins Krankenhaus geflogen.

shz.de von
02. Juli 2015, 12:30 Uhr

Kollmar | Sehr schwere Verletzungen hat ein Motorradfahrer erlitten. Das Zweirad stieß Dienstagabend auf der Bundesstraße 431 mit einem entgegenkommenden Auto zusammen.

Der Unfall passierte kurz nach 19 Uhr zwischen Strohdeich und Langenbrook im Kurvenbereich Deichreihe. Dort war ein 53-jähriger Brunsbütteler auf seiner Yamaha in Richtung Elmshorn unterwegs. Ihm kam eine 49-jährige Autofahrerin aus Elmshorn mit ihrem Mini entgegen. Schäden auf der Fahrerseite am Auto sowie ein abgerissener Außenspiegel zeugen davon, dass sich beide Fahrzeuge stark berührt haben müssen.

Nach Angaben der Polizei rutschte oder flog der Motorradfahrer mitsamt seiner Maschine danach rund 150 Meter über den Straßenasphalt und durch die rechte Grabenböschung. Mit mehreren, teils offenen Knochenbrüchen an beiden Beinen und anderen Verletzungen blieb der 53-Jährige in dem tiefen Graben liegen. Sein Motorrad wurde durch eine über den Graben verlaufende Ackerzufahrt hochkatapultiert, flog noch einmal 50 Meter durch die Luft und landete dann am Rande der Böschung. Dort fing die Yamaha dann an zu brennen.

Rami Müller aus Glückstadt fuhr Augenblicke später aus Richtung Kreisel Haarsmühle kommend auf die Unfallstelle zu. Er ist bei den First Responder der Glückstädter Feuerwehr und hielt sofort an. Rami Müller entdeckte den Verletzten und zögerte nicht – er sprang in den Graben und half. Dabei stand er bis zu den Waden im Matsch, als er sich um den Schwerverletzten kümmerte.

Die Feuerwehr Kollmar-Bielenberg sowie Polizei, Rettungsdienst und Notärztin waren schnell an der Einsatzstelle. Das brennende Motorrad konnte zügig gelöscht werden. Dagegen gestaltete sich die Rettung des Fahrers aus dem Graben aufgrund der Verletzungen sehr schwierig. Nach längerer notärztlicher Versorgung wurde der Brunsbütteler mit Hilfe einer an einer Drehleiter befestigten Schleifkorbtrage behutsam aus dem Graben geholt und auf der Straße weiter behandelt. Inzwischen war auf der B 431 der Hamburger Rettungshubschrauber „Christoph 29“ gelandet. Bevor dieser mit dem Motorradfahrer in Richtung Uni-Klinik Eppendorf abfliegen konnte, musste der zu diesem Zeitpunkt in Lebensgefahr schwebende Patient noch im Rettungswagen auf seinen Transport vorbereitet werden.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde zur abschließenden Klärung der Unfallursache ein Sachverständiger der Dekra hinzugezogen. Deshalb blieb die B 431 bis weit nach 22 Uhr voll gesperrt.

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