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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 05:16 Uhr

Schwerlastverkehr bleibt ungelöstes Problem

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neue Gesprächsrunde nach Ostern

shz.de von
erstellt am 31.Mär.2015 | 09:52 Uhr

Der Schwerlastverkehr in den engen Straßen der Wilsteraner Innenstadt bleibt ein Dauerärgernis. Das machte Anliegerin Silke Krüger jetzt noch einmal in der Einwohnerfragestunde der Ratsversammlung deutlich. „Wir können uns freuen, dass noch kein schwerer Unfall passiert ist“, sagte sie und führte als aktuelles Beispiel den Begegnungsverkehr zweier schwerer Fahrzeuge in der Rathausstraße an, die beide auf die Gehwege hätten ausweichen müssen. Als Betreiberin einer Fahrschule weiß sie: „Fahrzeugen über 2,8 Tonnen ist es gar nicht gestattet, auf den Gehweg zu fahren.“ Nach ihrer Einschätzung sei das Risiko für Anwohner, die nichtsahnend aus ihren Häusern kommen und auf den Gehweg treten, unerträglich hoch. Hinzu komme, dass der Schwerlastverkehr auch für die Substanz der vielfach historischen Gebäude eine erhebliche Belastung darstelle.

Bürgermeister Walter Schulz machte noch einmal deutlich, dass die Stadt in der Vergangenheit alles versucht habe, um Abhilfe zu schaffen. Letztlich seien ihr aber die Hände gebunden. Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßenbau, der für die Umgehungsstraße (B 5) zuständig ist, hätten im Hinblick auf eine Nutzungserlaubnis für den landwirtschaftlichen Verkehr schließlich auch keine Ergebnisse gebracht.

„Leider hat die Ratsversammlung keinen direkten Zugriff auf das Geschehen“, so Schulz weiter. Bei allen bisherigen Gesprächen sei zudem keine Lösung gefunden worden, wo der Verkehr künftig lang laufen soll. Eine weitere Gesprächsrunde sei schon anberaumt gewesen, musste aber verschoben werden. Das Treffen soll nun nach Ostern stattfinden. Allzu große Hoffnungen scheint sich Walter Schulz da allerdings nicht zu machen. „Es bietet sich einfach keine Lösung an.“

Für Silke Krüger waren diese Auskünfte wenig tröstlich. Sie machte sich dafür stark, dass eine Ampelregelung installiert oder wenigstens mehr kontrolliert werde. Aber auch hier sieht Bürgermeister Schulz nur geringe Eingriffsmöglichkeiten: „Die Polizei hat ja schon Verwarnungen erteilt. Aber wer soll das rund um die Uhr kontrollieren?“

Im vergangenen September hatte es bereits einen engen Schulterschluss von SPD und Landwirten gegeben. Einhellige Forderung auf einer gemeinsamen Demonstration vor dem Rathaus: Schleppergespanne sollten auf die B 5 ausweichen dürfen. Weil diese als Kraftfahrstraße eingestuft ist, bleibt den Landwirten die Nutzung bislang untersagt. Im Dezember machte sich Verkehrs-Staatssekretär Frank Nägele vor Ort ein Bild. Er sah die Problematik, hatte aber auch keine Lösung anzubieten.

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