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Schreibwettbewerb : Schwere Aufgabe für die Jury

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

200 Teilnehmer beim Schreibwettbewerb „Angst haben - mutig sein“ der Gemeinschaftsschule Kellinghusen.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2014 | 16:57 Uhr

Angst hat viele Gesichter. Vom mulmigen Gefühl bis zur Panik kann sie krank – aber auch mutig machen. Um die Themen Angst und Mut drehte sich ein Schreibwettbewerb in der Gemeinschaftsschule (GMS). Erstmals organisiert wurde die Kreativ-Veranstaltung für die gesamte Schülerschaft von Annika Gille und Tina Glumm.

Ein bisschen Angst werden auch die zwei Deutschlehrerinnen gehabt haben, als sie unter dem Motto „Wortzauber“ zur Kurzgeschichten-Premiere aufriefen. Mögliche Bedenken waren jedoch schnell verflogen. Zahlreiche Schüler der Klassenstufen fünf bis zehn bewiesen schriftstellerischen Mut. Mehr als 200 Jungen und Mädchen reichten Werke zum Thema „Angst haben – mutig sein“ ein. „Das war ein voller Erfolg“, sagt Glumm.

Nach einer Vorbereitung im Deutschunterricht vor den Herbstferien konnte der Schreibnachwuchs bis zum Abgabetermin kurz vor Weihnachten an seinen Texten feilen. „Vom Ergebnis waren wir sehr beeindruckt“, erklärt Gille. Der Wettbewerb habe tolle, zum Teil sehr berührende Geschichten hervorgebracht.

Und: Die Schriftstellerei lockte nicht nur Mädchen an. „Auch die Jungen haben eifrig mitgeschrieben“, freut sich Glumm. Unter den neun Siegergeschichten stammen zwei aus männlicher Feder. Inhaltlich reichte das Spektrum von persönlich erlebten Situationen bis hin zur frei erfundenen Stories. Es gelang jüngeren wie älteren Teilnehmern die Verknüpfung der Gegensätze Angst und Mut. Die jüngeren Schüler lieferten in ihren Geschichten Beispiele vom furchteinflößenden schwarzen Hund, der sich durch eine mutige Leckerligabe besänftigen lässt, oder vom vermeintlich fürchterlichen Monster, welches sich als kleine schwarze Katze entpuppt. Deutliche andere Themen – Freunde verlieren, Mobbing, Suizid und sexuelles Outing – rückten die Teilnehmer der höheren Klassenstufen inhaltlich in den Fokus.

Obwohl Glumm und Gille alle Geschichten gut fanden und darüber hinaus Mühe, Kreativität und Offenheit der Teilnehmer loben: Zur Ermittlung der Wettbewerbs-Sieger musste am Ende gesiebt werden. Begutachtet wurde der gesammelte Lesestoff von einer Jury, bestehend aus vier Deutschlehrern. Sie hatten die Qual der Wahl, aus den Eingängen der verschiedenen Altersstufen je drei Geschichten heraus zu filtern. Im Rahmen einer Lesung im Schulforum wurden die Autoren der insgesamt neun Siegerstories mit viel Applaus bedacht. „Als Lohn für die Schreibarbeit gab es Gutscheine und Glastrophäen“, sagt Glumm.

Hocherfreut sind Initiatorinnen über zahlreiche Nachfragen nach dem nächsten literarischen Wettstreit. „Der ist bereits geplant – im Schuljahr 14/15 darf zu einem anderen Thema geschrieben werden“, erklärt Gille.

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