zur Navigation springen

Rost-Retter: : Schuppen soll Diesellok vor Nässe schützen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Im Moment wird die historische Lok in Glückstadt nur durch eine Plane bedeckt.

Sie soll zu einem besonderen Erlebnis für Touristen, Besucher und die Einwohner Glückstadts werden – die Fahrt mit einer historischen Dampflok. Das versuchen die Freunde der Marschenbahn auch als Attraktion für die 400-Jahr-Feier zu organisieren. Doch ob die historische Diesellok 2017 überhaupt zum Einsatz kommen wird, steht noch in den Sternen. Regen und Feuchtigkeit machen ihr zu schaffen, denn im Moment ist sie nur durch eine notdürftige Plane vor Niederschlag geschützt. „Die Plane wird von unten feucht, sodass die Lok rostet“, erklärte Lutz Thieme vom Verein „Freunde der Marschenbahn Glückstadt“.

Die Marschenbahn-Verein hatte dem Bauausschuss deshalb einen Antrag vorgelegt, auf eigene Kosten einen Lokschuppen am Ende des Gleises als Unterstand errichten zu dürfen. Gleichzeitig will der Verein einen Container direkt neben dem Gleis aufstellen, der als Lager dienen soll. Denn seit der Ausstellungsraum in der ehemaligen Bahnhofsgaststätte durch den Verkauf des Empfangsgebäudes verloren gegangen war, lagern die Utensilien dafür in einer angemieteten Wohnung. Die jedoch ist zum Ende März befristet.

Grundsätzlich hatten die Politiker dem Vorhaben nichts entgegenzusetzen – an der Ausführung wurde jedoch so einiges bemängelt. „Mit einem Blechkasten habe ich ein riesiges Problem“, kritisierte Krafft-Erik Rohleder (CDU) den geplanten Container. Schließlich sehe jeder Reisende als erstes darauf. Walter Alpen (CDU) hatte gleich einen Vorschlag, wie man den kargen Klotz verschönern könnte: „Es gibt auch besandetes Blech, das sieht viel besser aus.“ Auch eine Holzverkleidung mit Spitzdach, wie schon vom Schlepper Flensburg genutzt, sei eine Möglichkeit.

Auch am Aussehen des Lokschuppens hatten die Fraktionen Bedenken. Den dunkelgrauen Entwurf ohne Fenster wollten sie den Glückstädtern nicht zumuten. Auch hier schlug Krafft-Erik Rohleder (CDU) vor, eine ansehnlichere Holzverkleidung mit entsprechendem Dach in Betracht zu ziehen.

Lutz Thieme will die neuen Anregungen jetzt in das Konzept mit aufnehmen. „Über die Verkleidung kann man ja reden.“ Eine individuelle Lösung für den Lokschuppen sei schon in Auftrag gegeben worden. Bei der nächsten Sitzung des Bauausschusses wird der Vorschlag dann erneut auf den Tisch kommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen