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Norddeutsche Rundschau

21. November 2017 | 11:11 Uhr

Schulzentrum bleibt Baustelle

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Lehmwohld: Arbeiten für Brandschutz zusätzlich zur Fassadensanierung

von
erstellt am 03.Mai.2017 | 05:00 Uhr

Unterricht auf der Baustelle – das kennt man am Schulzentrum am Lehmwohld dank der Sanierung der Fassade. Seit 2010 läuft sie in Abschnitten, nun kommt ein weiteres großes Vorhaben hinzu: Umfangreiche Arbeiten für den Brandschutz stehen an.

Denn dieser weist einige Defizite auf, wie bei anderen Bauvorhaben im Schulzentrum auffiel. So seien die Abschlusstüren für die Treppenhäuser in keinem guten Zustand, sagt Angela Koch, Leiterin des städtischen Gebäudemanagements. Als Decken offen waren, sei zu erkennen gewesen, dass Leitungen verlegt werden müssten. Und: „Es geht auch um Flucht- und Rettungswege, die eventuell noch ertüchtigt werden müssen.“

Eventuell – denn die Untersuchungen im Einzelnen laufen noch. Die Brandschutz-Vorgaben hätten sich seit dem Bau des Schulzentrums massiv geändert, „Ende Mai haben wir den Masterplan vorliegen“, sagt Angela Koch. In das Gebäude und seine Ausstattung inklusive Lüftungsanlage muss reichlich investiert werden. Im Raum stehen drei Millionen Euro, vielleicht mehr, die die Stadt und der Kreis als gemeinsame Betreiber des Schulzentrums unter sich aufteilen. Derzeit wird damit gerechnet, dass die Umsetzung drei Jahre dauern wird. Erste dringende Aufgaben wie der Austausch der Treppentüren könnten schon in diesem Jahr erfolgen.

„Das ist nichts, was uns glücklich macht, weil wir schon ewig auf einer Baustelle leben“, sagt Angelika Hartmann, Leiterin des Sophie-Scholl-Gymnasiums. Manches hätte mit der Fassadensanierung erledigt werden können, meint sie. „Eine sehr unangenehme Geschichte, zumal wir raummäßig seit Jahrzehnten an der äußersten Grenze sind“, sagt Hans-Joachim Sohrt von der Gemeinschaftsschule am Lehmwohld. „Das Leben wird nicht einfacher.“

Die Schulleiter betonen: Brandschutz sei wichtig und gut, Stadt, Kreis und die beauftragten Planer gäben sich Mühe, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. „Beide Schulen werden intensiv in die Planungen und die baulichen Maßnahmen einbezogen, sodass weiterhin ein geordneter Schulbetrieb gewährleistet werden kann“, so Angela Koch. „Im Zuge der Fassadensanierung der vergangenen Jahre hat das gut geklappt.“ Wie bei dieser, das sei absehbar, werde wohl nur in Abschnitten gearbeitet werden können – und das dauere länger.

Welche Räume wann nicht nutzbar sein werden, müsse sich erst noch zeigen, sagt Sohrt. „Ich hoffe, dass ich mit einzelnen Fluren zurechtkomme.“ Auch die Erneuerung der Lehrküche der Gemeinschaftsschule ist zurückgestellt, um mit den Brandschutz-Arbeiten abgestimmt werden zu können. Wie bisher auch sollten die Beeinträchtigungen für die Schüler in einem erträglichen Maße gehalten werden, so Sohrt. Schon die ganze Zeit müssten sich Gemeinschaftsschule und SSG abstimmen, sagt Angelika Hartmann. Das laufe größtenteils gut – „leidensfähig“ seien die Schulen, sagt Angela Koch. „Wir sind dankbar, dass es so läuft. Das wird in Zukunft so weiterlaufen müssen.“ Angelika Hartmann macht klar, dass es dabei bleibt: „Da müssen wir durch.“

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