CDU-Bewerber für Wilster : Schulz bleibt Spitzenkandidat

Sie kämpfen erneut um die Mehrheit im Rat (v.r.): Ulrich Kattner, Ulrike Szubert, Michael Struve, Peter Labendowicz, Mark Dethlefs, Ursula Seddig, Maren Hayenga, Walter Schulz als Bürgermeisterkandidat und Ortsvorsitzender Sven Horstmann. Nicht auf dem Bild ist Andreas Prüß.
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Sie kämpfen erneut um die Mehrheit im Rat (v.r.): Ulrich Kattner, Ulrike Szubert, Michael Struve, Peter Labendowicz, Mark Dethlefs, Ursula Seddig, Maren Hayenga, Walter Schulz als Bürgermeisterkandidat und Ortsvorsitzender Sven Horstmann. Nicht auf dem Bild ist Andreas Prüß.

Die CDU Wilster stellt Bewerber für neue Ratsversammlung auf und eröffnet den Kommunalwahlkampf.

shz.de von
01. März 2018, 05:00 Uhr

Mit Bürgermeister Walter Schulz (69) an der Spitze zieht die Wilsteraner CDU in die Kommunalwahl am 6. Mai. Die Christdemokraten haben auf einer Mitgliederversammlung erwartungsgemäß den Amtsinhaber erneut als Zugpferd nominiert. „Wir treten mit einer Mischung aus jungen und junggebliebenen Kandidaten an“, leitete Ortsvorsitzender Sven Horstmann die Abstimmung über die Bewerberliste ein. „Für einen Wahlsieg“, so mahnte er seine Parteifreunde aber auch, „müssen wir bis zum letzten Tag kämpfen.“ Dazu holen sich die Christdemokraten sogar prominente Unterstützung. Am 1. Mai kommt Ministerpräsident Daniel Günther zum Bockbieranstich ins Colosseum.

Mit einem – eher ironisch gemeinten – Dank an den politischen Kontrahenten läutete Horstmann dann den Wahlkampf ein: „Es ist gerade die Kritik aus den Reihen der SPD, die uns immer wieder antreibt.“ Sehr viel deutlicher wurde dann Fraktionschef Mark Dethlefs, der den Sozialdemokraten erhebliche Gedächtnislücken vorhielt. Zwar, so räumte er ein, sei der Schuldenstand der Stadt vor 15 Jahren tatsächlich niedriger gewesen. Allerdings habe es damals auch marode Schulen und Sportstätten, einen runtergewirtschafteten Kindergarten, ein nicht mehr funktionierendes Klärwerk und viele andere Defizite gegeben. „100 Prozent von nichts ist auch nichts“, fasste er die SPD-Bilanz aus seiner Sicht zusammen. Im übrigen habe die SPD-Fraktion seitdem in all den Jahren dem städtischen Haushalt zugestimmt. „Und jetzt schmückt sie sich mit fremden Federn“, warf Dethlefs der SPD Konzept- und Ideenlosigkeit vor.

Und die CDU-Pläne für die kommenden fünf Jahre? Dethlefs kündigte einen vernünftigen Ausbau des Jugendzentrums („der neue Standort war unsere Idee“) an, will sich für flächendeckendes Breitband im gesamten Stadtgebiet stark machen, Standorte für Strom-Tankstellen suchen und die Digitalisierung der Verwaltung vorantreiben. Weitere Großprojekte sind der Neubau der Feuerwache („Auch das war unsere Idee“) und mehr Wohnraum nicht mehr nur für Senioren, sondern auch für junge Familien schaffen. Erhalt der Polizei, Stärkung der Stadtwerke, Ausbau des Personennahverkehrs auch ins Umland und ein HVV-Anschluss in Wilster sind weitere CDU-Ziele. Ganz oben auf der Agenda steht auch die Senkung der landesweit höchsten Wasserpreise, wobei Dethlefs selbstkritisch einräumte: „Das sind auch wir ein bisschen dran Schuld.“ Nach den letzten Sitzungen im März will die CDU dann um Zustimmung in der Bevölkerung werben. „Das werden zwei Monate Wahlkampf pur“ kündigte Dethlefs an, nach dem die beiden Parteien bei der Wahl vor fünf Jahren nur knapp 70 Stimmen auseinander gelegen hatten.

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