Bildungsregion Steinburg+ : Schulterschluss mit Fachhochschulen

Vernetzen die Bildung: (v.li.) Professor Jürgen Teifke, Professor Eike Harms, Lothar Schramm, Andreas Koeppen, Christian C. Ross und Sigrun Schmidt.
Vernetzen die Bildung: (v.li.) Professor Jürgen Teifke, Professor Eike Harms, Lothar Schramm, Andreas Koeppen, Christian C. Ross und Sigrun Schmidt.

Die Bildungsregion Steinburg+ will die Bildungsangebote im Kreis bündeln: Neu im Boot sind die Fachhochschulen aus Wedel, Heide und Flensburg.

shz.de von
30. Mai 2015, 08:09 Uhr

Das Bildungsbüro der Bildungsregion Steinburg+ nimmt Fahrt auf und treibt die Vernetzung voran – sogar überregional. Jetzt hat Professor Jürgen Teifke, selbst an der Fachhochschule (FH) Flensburg, Kontakte zu den FHs in Heide und Wedel geknüpft. Und die Kollegen waren begeistert. Künftig wollen die Einrichtungen aus den Kreisen Dithmarschen und Pinneberg ebenfalls ihre Angebote im Bildungsbüro in der Brunnenstraße 2 in Itzehoe vorstellen. Möglicherweise sogar persönlich, wenn sich eine Gruppe von Interessenten finden würde, berichtet Teifke.

„Das ist auch für uns interessant. Es ist viel besser, zielgerichtet zu informieren, als bei anderen Veranstaltungen, bei denen die Streuung viel zu groß ist“, sagt auch Eike Harms, Präsident und geschäftsführender Gesellschafter der FH Wedel. In den Schulen seien zu viele Jugendliche, an denen das Angebot mangels Interesse vorbei ginge.

Dabei sei der Kreis Steinburg für die Fachhochschule an der Elbe durchaus interessant. Viele junge Menschen aus dem Hamburger Rand orientierten sich nach Hamburg. Aber für die Schüler aus Steinburg komme durch die Nähe zur Hansestadt auch Wedel als Studienort in Frage. Ohnehin hätten die drei Fachhochschulen zwar Überschneidungspunkte, aber auch alle Alleinstellungsmerkmale. In Wedel sei die Nähe zur Metropole für viele reizvoll, Heide biete besondere Studienschwerpunkte wie den touristischen Bereich und Flensburg, so Professor Teifke, sei sehr international ausgerichtet. Die Bildungsregion Steinburg könne von diesem breit gefächerten Angebot nur profitieren.

„Wir wollen eine Art Bildungsknotenpunkt sein, an dem die gesamte Angebotspalette gebündelt wird“, erklärt Teifke. Denn die Bildung in Steinburg und auch darüber hinaus sei qualitativ hochwertig – zum Teil aber immer noch zu wenig bekannt. „Für uns ist es wichtig, dass wir eine Stelle haben, die diese Vielfalt transportiert“, sagt auch Sigrun Schmidt, die ebenfalls dem Vorstand der Bildungsregion angehört. „Die Liste der Bildungsträger ist schon sehr umfassend, aber immer noch im Aufbau“, berichtet Lothar Schramm. Auch die Öffnungszeiten des Bildungsbüros in der Brunnenstraße würden – mal mehr, mal weniger – gut angenommen. Dennoch befinde sich das Projekt in der Startphase und könne weiterhin Unterstützung gebrauchen. Gerade aus der Wirtschaft könnten mehr Impulse kommen, sind sich die Vorstandsmitglieder einig. Zumal über die Bildungsregion auch effektiv auf den Ausbildungsnachwuchs eingewirkt werden kann. „Wir haben durch unser Informationsangebot auch die Möglichkeit zu kommunizieren, was in der Region an Fachkräften benötigt wird“, sagt Schramm.

>Das Bildungsbüro in der Brunnenstraße 2 steht allen Interessierten zu Bildungsfragen dienstags und donnerstags jeweils von 10 bis 12 Uhr offen;

>Infos auch im Internet: www.bildungsregion-steinburg.de

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