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Norddeutsche Rundschau

19. August 2017 | 14:05 Uhr

Abschied : Schullandschaft neu gestaltet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neue Schulformen, Umsetzen der Inklusion und demografischer Wandel. Herausforderungen prägen die Amtszeit der Steinburger Schulrätin Gisela Zimmermann. Jetzt geht sie in den Ruhestand.

Ihre Besuche an Schulen schloss die scheidende Schulrätin Gisela Zimmermann stets mit einem Essen in der Mensa ab, weil ihr Gespräch und Geselligkeit neben den dienstlichen Pflichten wichtig waren. Und so wählte sie auch für die Feier ihres Abschieds eine Mensa aus, nämlich die des Schulzentrums in Hohenlockstedt. Die dortigen Schulen – Grund-, Gemeinschafts- und Förderschule – repräsentieren außerdem die volle Bandbreite der Schullandschaft in Schleswig-Holstein, die sich während der Dienstzeit Gisela Zimmermanns kräftig gewandelt hat.

Nach einem Gesetz aus dem Jahr 2007 wurden Haupt- und Realschulen abgeschafft. „Das waren einschneidende Veränderungen, die auch die Schulrätin mitzugestalten hatte“, hob Dr. Gertrud Weinriefer-Hoyer aus dem Kieler Bildungsministerium hervor, die die Laudatio hielt. Daneben habe sich Gisela Zimmermann in ihrer Amtszeit wesentlich für die Umsetzung der Inklusion und die Etablierung der Förderzentren im Kreis Steinburg eingesetzt. Schließlich habe der demografische Wandel auf ihrer Agenda gestanden und die damit verbundenen Zusammenlegungen und Schließungen von Schulen.

Ihre ersten Erfahrungen im schulischen Dienst – wie sollte es anders sein – machte Gisela Zimmermann als Lehrerin. 1948 in Groß Ippensen in Niedersachsen geboren, begann sie nach dem Abitur ein Lehramtsstudium in Hamburg in den Fächern Pädagogik, Kunst und Mathematik. 1978 nahm die spätere Schulrätin ihren Schuldienst an einer Grundschule in Wyk auf Föhr auf. „Ihre Freundlichkeit und Zuwendung zu den ihr anvertrauten Kindern wurde immer wieder hervorgehoben“, sagte Dr. Gertrud Weinriefer-Hoyer. Nach neun Jahren wechselte Zimmermann an eine Grund- und Hauptschule in Ostholstein, bevor sie 1989 in das Kieler Bildungsministerium abgeordnet wurde. Später wirkte sie als stellvertretende Direktorin des Schleswiger Landesjugendheims. Am 1. März 2008, vor fünf Jahren, übernahm sie die Tätigkeit der Schulrätin in Steinburg, die zuvor von zwei Kräften ausgeübt wurde. Die zweite Stelle war Einsparzwängen zum Opfer gefallen. Landrat Torsten Wendt würdigte vor allem den Einsatz seiner scheidenden Mitarbeiterin für die Zukunft der Schulen. „In einem Gespräch mit Ihnen über den demografischen Wandel, habe ich erkannt, mit welcher Ernsthaftigkeit Sie dieses Thema angehen.“

Die 65-Jährige, die in Westensee (Kreis Rendsburg-Eckernförde) lebt, will sich nun in ihrem Ruhestand vor allem ihren Enkelinnen Smilla (7) und Selma (5) widmen. An ihren Nachfolger Arnold Rehder gerichtet sagte sie: „Ich wünsche Dir das kleine Quäntchen Glück, das man immer braucht, damit die Umstände gerade passend sind.“

 

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erstellt am 31.Okt.2013 | 05:00 Uhr

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