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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 17:06 Uhr

Schulen und FCI kooperieren

vom

Verein stellt Anlage für Sportunterricht zur Verfügung - und hofft auf Effekte bei der Nachwuchswerbung

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Sie liegen dicht beieinander, die beiden Schulen am Lehmwohld und die Anlage des FC Itzehoe. Schon wegen der Nähe sei eine Zusammenarbeit naheliegend, sagt Arne Weisner, Lehrer am Sophie-Scholl-Gymnasium. Jetzt ist sie gestartet: Der FCI, das Gymnasium und die Gemeinschaftsschule am Lehmwohld haben eine Kooperationsverein barung unterzeichnet.

Verbindungen bestehen ohnehin - Weisner zum Beispiel gehört dem FCI-Vorstand an. Der Verein könne entscheiden, was er mit dem von der Stadt gepachteten Gelände anfange. Nun werde 2000 Schülern der Zugang zu einer Sportanlage geboten, übrigens inklusive der sanitären Einrichtungen. "Eine tolle Sache", sagt SSG-Leiterin Angelika Hartmann. Nicht nur in den Schulgebäuden gebe es Platznot, in den Turnhallen sei es ganz ähnlich. Manche Sportarten brauchten mehr Platz, jetzt könne er geschaffen werden, indem andere Gruppen ins Stadion ausweichen. Auch der Kunstrasenplatz dort erweitert die Möglichkeiten gegenüber dem vorhandenen Sportplatz für die Schulen.

Doch das soll nur der Anfang sein. Die Ganztagsschulen werden zunehmend zum Problem für Sportvereine. Diese sollten aber nicht ausgetrocknet werden, sondern das Ziel seien Synergie-

Effekte, sagt Hans-Joachim Sohrt, Leiter der Gemeinschaftsschule. Deshalb setze auch der Sportentwicklungsplan der Stadt auf die Kooperation von Vereinen mit Schulen, betont Weisner. In der Stadionnutzung sieht Sohrt den "Kristallisationskern" für die Zukunft: "Der offene Ganztag wird sofort begehrlich danach greifen." Der Verein könne Angebote machen und so auf Nachwuchs hoffen, sagt Henning Lüssow von der Fachschaft Sport am SSG.

Langfristig und nachhaltig wünscht sich deshalb FCI-Vorsitzender Roland Jahnke die Kooperation. Knapp 200 Kinder und Jugendliche spielen beim FCI Fußball. Der Sport sei der letzte Anker, um Heranwachsende in der Region zu halten: "Ansonsten trocknen wir hier langsam aus in Itzehoe." Hinzu komme der absehbare Verlust vieler Ehrenamtler durch das Aus für Prinovis. Dass Trainer in die Schulen gingen, sei eine Möglichkeit für die weitere Entwicklung. Das habe dann auch Strahlkraft nach außen - ebenso wie die Tatsache, dass sich ab August am Lehmwohld wieder ein DFB-Stützpunkt befinde. Auch mit anderen Projekten des Dachverbandes könne man sich auseinander setzen.

Unbürokratisch soll die Zusammenarbeit laufen, in der Startphase sieht Lüssow die Schulen noch als größere Nutznießer. Da widerspricht der FCI-Vorsitzende: "Eine bessere Werbeaktion für den Verein gibt es nicht", sagt Jahnke. "Jede Sportstunde ist wie ein Schnuppertraining."

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