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Glückstädter Werkstätten : Schule weg – Neubau für 3,7 Millionen

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Glückstädter Werkstätten wollen am Wall ein Wohnhaus mit Therapieräumen bauen / Schulgang wird dann bis zum Wall geöffnet

von
erstellt am 08.Mai.2014 | 17:00 Uhr

Das Stadtbild gegenüber dem Bahnhof wird sich komplett verändern: Die ehemalige Stadtschule wird abgerissen. Stattdessen wird auf einem Teil des Grundstücks für 3,7 Millionen Euro neu gebaut. Die Politiker im Bauausschuss gaben jetzt einstimmig grünes Licht für das Bauvorhaben der Glückstädter Werkstätten. Die Vertragsverhandlungen müssen allerdings noch im Hauptausschuss abgesegnet werden.

Gebaut werden soll ab dem kommenden Frühjahr. Gekauft wird eine Gesamtfläche von 1800 Quadratmetern, die jetzt noch der Stadt Glückstadt gehört. Werkstätten-Chef Emanuel Gaenslen und Architekt Thomas Ritscher stellten die Pläne für das Wohn- und Therapiehaus im Ausschuss vor. 14 Wohnungen sollen entstehen und eine Tagesstätte für 20 Personen.

„Menschen mit einer Gehbehinderung tun sich häufig schwer, geeigneten und auch bezahlbaren Wohnraum in Glückstadt und der Region zu finden“, erklärt der Gesamtleiter der Glückstädter Werkstätten, Emanuel Gaenslen, die Beweggründe für den Neubau. So sollte das Bad zum Beispiel rollstuhlgerecht bemessen sein und über eine ebenerdige Dusche verfügen. Auch die Küche müsse gesondert ausgestattet sein, wie etwa mit einer unterfahrbaren Kochplatte. „Pädagogisches und pflegerisches Fachpersonal steht den Mieterinnen und Mietern bei Bedarf unterstützend zur Seite.“

Die Nähe zum Jugendzentrum sieht der Werkstätten-Chef positiv. Sein Vorschlag: Die Außenfläche – in diesem Fall der ehemalige Schulhof – sollte von beiden Einrichtungen gemeinsam genutzt werden. Gespräche mit dem Jugendbeirat der Stadt Glückstadt zur Nutzung finden noch in dieser Woche statt.

Das Bauvorhaben selbst stellt der Architekt vor. Im unteren Stockwerk soll eine Tagesstätte angelegt werden, zudem gibt es einen Therapiebereich. In den beiden darüberliegenden Stockwerken entstehen auf jeder Etage sieben Wohnungen für ein oder zwei Personen sowie Gemeinschaftsräume. Alle Wohnungen haben Balkone zum Innenhof. Auf Wunsch der Kreisbaubehörde wird die Fassade laut Architekt Thomas Ritscher „zeitgemäß“ gestaltet. Mit Ziegel- und Backsteinen sowie eventuell mit farbigen Putzelementen.

Gestalterisch interessant ist: Der alte Schulgang – jetzt eine kleine Sackgasse – wird komplett geöffnet bis zum Wall hin. Damit entsteht städtebaulich eine Sichtachse zwischen dem Bahnhof und dem Kandelaber auf dem Marktplatz.

Abgerissen werden soll auch der neuere Trakt der Schule, der am Wall steht. Dieses Grundstück verbleibt im städtischen Besitz. Bisher gibt es für eine weitere Nutzung noch keine konkreten Pläne.

Dr. Sven Wiegmann, Vorsitzender im Bauausschuss, lobte das Vorhaben der Werkstätten: „Eine schöne Sache.“

Begeistert zeigte sich auch Bauamtsleiter Dr. Lüder Busch. „Der Bauherr ist ein Glücksfall.“ Denn andere Vorhaben waren wegen der Nähe zum Jugendzentrum gescheitert.

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