zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

26. September 2017 | 16:52 Uhr

Schule: Neubau oder Sanierung ?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Expertise zur Wolfgang-Ratke-Schule soll Entscheidungsgrundlage liefern

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2016 | 11:18 Uhr

Ob das Gebäude der Wolfgang-Ratke-Schule noch eine Zukunft hat, darüber sollen sich jetzt erst einmal Planer Gedanken machen. Das ist das Ergebnis einer Diskussion im Vorstand des Schulverbandes. Hintergrund ist ein erheblicher Sanierungsbedarf. Insbesondere in den Bereichen Brandschutz und Barrierefreiheit müsste einiges an Geld in die Hand genommen werden.

Wie groß der Investitionsbedarf an dem Grundschulgebäude insgesamt ist, darüber wollte Verbandsvorsteher Walter Schulz nicht spekulieren. Auch deshalb soll jetzt eine Expertise erstellt werden. Fakt ist: Die für den Brandschutz zuständigen Behörden monierten schon vor längerer Zeit, dass es im zweiten Obergeschoss an den vorgeschriebenen Fluchtwegen mangelt. Eine Möglichkeit wäre, das betagte Gebäude auf beiden Giebelseiten mit Feuertreppen auszustatten. Das Problem mit dem Sanierungsbedarf in Klassenräumen und der weiterhin fehlenden Barrierefreiheit wäre damit noch nicht gelöst. „Wir müssen in unsere Überlegungen auch mit einbeziehen, dass es in zehn oder 15 Jahren dann vielleicht einen erneuten Sanierungsbedarf gibt“, lässt Walter Schulz eine langfristige Denkweise erkennen.

„Jetzt wollen wir erst einmal eine Expertise einholen, was uns ein Neubau eigentlich kosten würde“, kündigt der Schulverbandsvorsteher an. Den dann vorliegenden Zahlen sollen schließlich die Ausgaben für eine Sanierung der Bildungseinrichtung entgegengestellt werden. Auf dieser Grundlage würde im Schulverband erneut diskutiert – und am Ende wohl eine Entscheidung getroffen. Als weitere Grundlage für die Berechnungen soll zudem der mittelfristige Bedarf an Unterrichtsräumen möglichst genau ermittelt werden. „Dann wollen wir beide Lösungen durchrechnen.“ Neben einer vernünftigen Entscheidungsgrundlage wollen Walter Schulz und sein Schulverband damit letztlich auch erreichen, dass man sich eines Tages keine Vorwürfe machen müsse, nicht alle denkbaren Varianten genau geprüft zu haben.

Schneller ging es bei der Bereitstellung von Unterrichtsräumen, wo Flüchtlingskindern Deutsch als Zweitsprache in so genannten Daz-Klassen vermittelt wird. Sie waren zunächst notdürftig im Schlafzimmer und in der Stube der ehemaligen Hausmeisterwohnung in einem Nebengebäude der Wolfgang-Ratke-Schule untergebracht. Per Eilentscheidung hatte Walter Schulz für angemessene äußere Bedingungen gesorgt. Die Räume bekamen für rund 3200 Euro eine neue Elektroinstallation, für 6500 Euro moderne LED-Beleuchtung. Für den gleichen Betrag wurden Wände, Decken und Türen vom Maler aufgefrischt. Unterm Strich steckte der Verband knapp 20  000 Euro in die neuen Daz-Räume. Die ursprünglich für 10  000 Euro geplante Renovierung eines ebenfalls im Nebengebäude gelegenen Klassenraumes wurde dafür allerdings auf unbestimmte Zeit verschoben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen