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Schulverbandssitzung : Schule am Stadtpark wird verkauft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Grundstück der ehemaligen Schule am Stadtpark soll verkauft werden. 300000 Euro Einnahmen werden erhofft. Doch zuvor müssen die Gebäude abgerissen werden.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2013 | 17:19 Uhr

Der Schulverband Wilstermarsch hat den Beschluss des Vorstands für einen Verkauf der ehemaligen Schule am Stadtpark mit Hauptgebäude und Pavillon in nichtöffentlicher Sitzung bestätigt. Dem möglichen Käufer soll das 3900 Quadratmeter große Schulgelände am Rande des Stadtparks ohne die Gebäude angeboten werden, da diese wegen des ungünstigen Zuschnitts wenig attraktiv sind. Der Schulverband rechnet mit 300 000 Euro, muss aber rund 70 000 Euro für den Abriss der Gebäude aufwenden. Dieser Abriss könnte sich zumindest für den Pavillon noch hinauszögern. „Es ist denkbar, dass wir diese Räume zur vorübergehenden Unterbringung von einer oder zwei Gruppen der Kindertagesstätte Schwalbennest werden nutzen müssen, bis eine geplante Erweiterung der Kita erfolgt ist“, deutete Wilsters Bürgermeister Walter Schulz als Verbandsvorsteher an.

Grünes Licht gab die Verbandsversammlung für einen Verkauf des inzwischen leer stehenden Hausmeister-Wohnhauses am Schulzentrum an die Stadt Wilster. „Hier möchten wir gern das Jugendzentrum unterbringen“, kündigte der Bürgermeister an. Die Stadt sei allerdings noch bis 2016 mit dem Juze an einen Mietvertrag im ehemaligen Altenheim am Bischofer Deich gebunden. Zwischenzeitlich sei deshalb auch eine befristete Vermietung des Hauses denkbar.

Der Schulverbandsvorsteher teilte mit, dass eine erste Begehung des Wilstermarsch-Stadions mit einem Planer der Stadionsanierung stattgefunden habe. In einem Gespräch mit dem Schulrat sei es des Weiteren um den Einsatz von Schulsozialarbeiterinnen gegangen. Da der Schulrat jetzt auf einen verbindlichen Verteilerschlüssel der Finanzmittel setze, müsse der Schulverband mit weniger Geld rechnen. Aus den Bundesmitteln habe es in diesem Jahr noch eine 100-Prozent-Förderung gegeben. Das sei künftig aus den Landesmitteln nicht mehr möglich.

„Wir kennen das vom Land: Erst einmal eine Sache anschieben und sich dann wieder daraus zurückziehen“, ergänzte der Leitende Verwaltungsbeamte Heiko Wiese. Er rechnet für den Einsatz von Sozialarbeiterinnen im Kreis Steinburg mit Landesmitteln von 200 000 Euro. Davon soll eine Hälfte gleichmäßig auf die teilnehmenden Grundschulen verteilt werden, die zweite Hälfte entsprechend der unterschiedlichen Schülerzahlen. Für die Grundschule Wilster hat Heiko Wiese einen Zuschuss von 14 400 Euro, für die Grundschule Wilstermarsch in St. Margarethen und Wewelsfleth von 11 400 Euro errechnet. Die Kosten pro Schule lägen aber über 20 000 Euro pro Jahr, gab Wiese zu bedenken. Da sei der Schulverband gefordert, zu entscheiden, wie er diese wertvolle Arbeit an den Grundschulen erhalten wolle.

Vor wenigen Tagen, so Schulz, hätten Vorstand und Bauausschuss die neuen Physik- und Chemieräume an der AVS sowie am Kreisgymnasium in Itzehoe besichtigt und wertvolle Erkenntnisse für neue Naturwissenschaftsräume an der Gemeinschaftsschule Wilster gesammelt. „Der Flächenbedarf wird voll erfüllt“, sagte Schulz und erkannte darin „vernünftige Grundvoraussetzungen“. Eine weitere Besichtigung sei in Kellinghusen geplant. Schulz bezweifelte aber, dass die angesetzten Haushaltsmittel für die Maßnahme ausreichen.

Einstimmig wurden die öffentlichen Tagesordnungspunkte abgehakt: die Abstimmung über die Baumaßnahmen an den Schulen des Verbands sowie der 1. Nachtragshaushalt 2013 und der Haushalt 2014 (wir berichteten bereits aus der Vorstandssitzung). Rein formal notwendig war eine neue Entscheidung über eine Beschlussaufhebung und einen neuen Nachtrag zur Änderung der Verbandssatzung.

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