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ABC-Schützen : Schulbeginn mit 1088 neuen Kindern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Alle 670 Lehrerstellen sind zu Beginn des Schuljahres im Kreis Steinburg besetzt.

von
erstellt am 24.Aug.2014 | 08:00 Uhr

In der kommenden Woche machen sich 1088 Mädchen und Jungen erstmals auf den Weg in die Schule. Die Zahl der ABC-Schützen bleibt damit im Vergleich zu 2013 stabil. Vor einem Jahr gab es 1084 Erstklässler. Im Grundschulbereich wird es im kommenden Jahr dann 4499 Kinder geben. Insgesamt macht sich aber auch im Kreis Steinburg der Demografie-Wandel bemerkbar. „Denn deutlich mehr Schüler verlassen die Schule“, sagt Schulrat Arnold Rehder (Foto). Zum Vergleich: Im Schuljahr 2005 gab es 1548 Einschulen und insgesamt 6446 Grundschüler. Hinzu kommen noch 4089 Schüler in Sekundarbereich 1, für die Schulrat Rehder ebenfalls zuständig ist.

Diese Schüler werden von etwas über 600 Lehrern unterrichtet, die sich auf 470 Planstellen verteilen. Darin enthalten sind insgesamt neun zusätzliche Stellen, die kurz vor und auch in den Freien noch genehmigt wurden. „Die Lehrerversorgung ist damit gut“, sagt Rehder. Erfreulich sei, dass seit einigen Wochen alle Lehrerstellen besetzt seien.

Neu sind in diesem Schuljahr zwei Gemeinschaftsschulen, denn die Regionalschulen in Glückstadt und Itzehoe (Wolfgang-Borchert-Schule) wurden umgewandelt. Neu sind auch zwei Schulleiter: Die Gemeinschaftsschule Hohenlockstedt wird von Jörn Gasterstedt geführt, das Sagen an der Horster Jakob-Struve-Schule hat künftig Sabine David-Glissmann. Noch offen ist die Schulleiterstelle an der Grundschule Krempe, hier läuft die zweite Ausschreibung. Für den Schulleiterposten an der Grundschule Kellinghusen ist die zweite Ausschreibung beendet, hier gebe es Bewerber, und der Schulleiterwahlausschuss tage deshalb demnächst, betont Arnold Rehder. Für Herzhorn-Kollmar gibt der Schulrat Entwarnung, die kommissarische Leiterin Carola Frank-Heyse hat mit Lars Voss, der die Außenstelle Kollmar übernimmt, einen Stellvertreter bekommen.

Im Sinne der Schüler haben sich laut Rehder die Probleme an den auslaufenden Gemeinschaftsschulen Lübscher Kamp (Itzehoe) und Krempe geregelt. Lübscher Kamp nimmt in diesem Jahr noch einmal Fünftklässler auf, die zwei Jahre bleiben werden. Dann wechseln sie zusammen mit ihrem Klassenlehrer komplett an die Wolfgang-Borchert-Schule. Ebenso die jetzige sechste Klasse, die noch ein Jahr am Standort bleibt. Die Schüler der siebten bis zehnten Stufen werden noch an der Schule Lübscher Kamp ihre Abschlüsse machen können. „Das läuft alles in geregelten Bahnen“, sagt Rehder, Abmeldungen hätte es aufgrund der auslaufenden Schule kaum gegeben.

Anders in Krempe, wo bereits seit dem vergangenen Schuljahr keine neuen Mädchen und Jungen mehr aufgenommen werden. Der neunte und zehnte Jahrgang wird noch unterrichtet. „Für die Schüler gibt es zusätzliche Lehrerstunden, so dass die Jugendlichen einen guten Abschluss in Krempe machen können.“ Die Eltern der Schüler der siebten und achten Klassenstufe hatten sich bereits zuvor nach anderen Alternativen für ihre Kinder in Horst, Glückstadt und Itzehoe umgesehen.

Entspannt hat sich die Situation an der Gemeinschaftsschule Schenefeld, die auch kurz vor dem Ende stand. „Mit vereinten Kräften ist es gelungen, die Talsohle zu durchschreiten.“ Im neuen Schuljahr gebe es wieder zwei fünfte Klassen mit über 50 Mädchen und Jungen. Insgesamt sei der Kreis mit seinen Gemeinschaftsschulen damit gut aufgestellt, betont Rehder.

Ähnlich sei es im Grundschulbereich. Dort gebe es zwar einige Schulen, so unter anderem Oelixdorf, Rethwisch und Lägerdorf, die an der untersten Grenze mit der Schülerzahl seien, aber die Schulverbände machten sich Gedanken über Kooperationen. „Qualitativer Unterricht wird so auch weiterhin möglich sein.“

Zum qualitativen Unterricht sollen auch vier Springer beitragen, die es seit Februar im Bereich des Steinburger Schulamtes gibt. Vier Lehrerinnen haben sich für zwei Jahre verpflichtet, diese Aufgaben wahrzunehmen. Anschließend bekommen die Lehrerinnen eine feste Stelle. „Für die Frauen ist dies die Möglichkeit, verbeamtet zu werden und wir behalten vier gute Lehrerinnen im Kreis“, sagt Rehder. Die ersten Erfahrungen seien bereits sehr positiv gewesen.

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