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Bildung : Schulbau am Itzehoer RBZ wird deutlich teurer

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Neubau für das Förderzentrum Steinburg-Schule und die Erweiterung des RBZ sollen 8 Millionen Euro kosten. Kreispolitiker beraten die Planungen am Mittwoch.

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erstellt am 07.Dez.2016 | 17:09 Uhr

Es ist eine stolze Summe: Für 8 Millionen Euro will die Kreisverwaltung ab dem Sommer 2017 das Regionale Berufsbildungszentrum (RBZ) erweitern und einen Neubau für die Steinburg-Schule auf dessen Gelände am Juliengardeweg errichten. Die beiden eng miteinander verbundenen Bauvorhaben werden damit knapp 2 Millionen Euro teurer als noch im Frühjahr 2016 veranschlagt. Noch fehlt die Zustimmung der Politik. Am Mittwoch werden die Entwürfe im Bauausschuss des Kreistages diskutiert. Abschließend soll dann der Kreistag kurz vor Weihnachten entscheiden.

Bereits in der letzten Sitzung des Bauausschusses am 24. November hatten die beauftragten Architekten ihre Entwürfe für beide Bauprojekte vorgestellt. Für die Förderschule ist ein behindertengerechter Neubau an der Stelle der alten Jugendherberge geplant. Der zweigeschossige Bau soll Platz für vier Klassenräume sowie eine Lehrküche, einen Werk- und einen Hauswirtschaftsraum bieten. Zusätzlich sind ein Lehrerzimmer und ein großzügiger offener Speiseraum für 50 bis 60 Personen geplant.

4,85 Millionen Euro soll das Gebäude kosten. Frühere Kostenschätzungen hatten nur knapp 3,2 Millionen vorgesehen. Für die Kostenexplosion ist eine Vergrößerung der Nutzflächen um 15 Prozentpunkte verantwortlich, die sich in der Ausarbeitung des konkreten Raumkonzeptes in Zusammenarbeit mit den Schulen ergeben habe, erklärte Planer Ronald Voigt. Zudem seien neben einem allgemeinen Anstieg von Baukosten unter anderem auch Verschärfungen von Vorschriften zum Beispiel in der Trinkwasserverordnung zu berücksichtigen, heißt es aus dem Kreisbauamt. Die Mehrkosten würden aber zumindest teilweise in wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen wie eine bessere Dämmung oder LED-Beleuchtung fließen, die sich im laufenden Betrieb bezahlt machen würden.

Im Herbst 2017 soll mit dem Rohbau begonnen werden, nachdem im Sommer die Jugendherberge abgerissen werden soll. Bezugsfertig soll der Neubau dann Anfang 2019 sein. Er wird nach den aktuellen Planungen über eine Brücke mit dem angrenzenden Schulbau des RBZ, dem ehemaligen Gebäude 9, verbunden werden. Dieses soll zuvor ein zusätzliches Geschoss bekommen.

Der sechs Jahre alte, bisher zweigeschossige Bau war von vornherein für eine Aufstockung vorgesehen. 900 Quadratmeter Nutzfläche für das RBZ sollen so hinzugewonnen werden. Neben Lagerflächen, Büro- und Werkräumen werden auch drei moderne Klassenräume entstehen, die zukünftig vor allem von den Landwirtschaftsschülern genutzt werden sollen. Der Baubeginn ist hier für den Sommer 2017 geplant. Zu den Osterferien 2018 soll der Umbau fertig sein.

Damit die bestehenden Räume während der Bauzeit so weit wie möglich weiter genutzt werden können, planen die Architekten eine „Einhausung“ mit einer Leichtbaukonstruktion wie sie in Werften verwendet wird. „Das Dach muss für vier bis sechs Monate geöffnet werden. In dieser Zeit ist Unterricht dann nur möglich, wenn wir einen stabilen Wetterschutz schaffen“, sagte Architekt Ivo Hannemann. Auch bei der Aufstockung liegen die aktuellen geschätzten Kosten mit 3,1 Millionen Euro über früheren Schätzungen.

Eine Empfehlung gab der Bauausschuss in der letzten Sitzung im November nicht ab, weil es noch Unstimmigkeiten über das Raumkonzept zwischen den beteiligten Schulen gab. Laut Landrat Torsten Wendt sind die Planungen aber jetzt beschlussfähig. Der Ausschuss tagt am 7. Dezember im Kreistagssaal ab 17.30 Uhr öffentlich. Thema ist dann auch ein weiteres Millionen-Projekt: Auf der Tagesordnung steht ebenfalls der Neubau des Kreishauses.

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