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Sporthalle zu : Schul- und Vereinssport fällt aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Notfallbeleuchtung funktioniert nicht. Deshalb ist die Itzehoer Sporthalle am Lehmwohld gesperrt. Lehrer sind verärgert.

von
erstellt am 04.Sep.2015 | 05:00 Uhr

Die benachbarten Schulen sind entsetzt über die Sperrung der Turnhalle am Lehmwohld. „Wir hätten eine andere Lösung finden können, wenn wir in die Beratungen mit eingebunden worden wären“, sagt der Schulleiter der Gemeinschaftsschule am Lehmwohld, Hans-Joachim Sohrt. Stattdessen habe die Stadt als Hausherrin über die Köpfe der Schulleiter hinweg die Sperrung der Halle beschlossen – eine erhebliche Beeinträchtigung für den Schul- und Vereinssport.

Grund ist ein Kurzschluss im Zentralgerät für die Sicherheitsbeleuchtung. Die könnte nun in einem Notfall nicht mehr in Gang gesetzt werden. Für ein 41 Jahre altes Bauteil muss Ersatz gefunden werden. Das könne einige Wochen dauern, wie die Stadt ankündigte. Allerdings werde derzeit an einer Übergangslösung gearbeitet.

Für die Vereine, die in der Lehmwohld-Halle trainieren, bedeutet die vorübergehende Schließung große Komplikationen: „Der Sperrungs-Termin genau nach den Ferien ist extrem ungünstig“, sagt der Geschäftsführer des Sport-Club Itzehoe, Jan Schamerowski. Einige Gruppen, zum Beispiel die Tischtennis-Spiele, könnten auf andere Hallen ausweichen, andere müssten ganz ausfallen, wie etwa die Fitness-Gruppen. „Wir versuchen uns zu behelfen.“

Eng wird es auch für die Basketballer der Itzehoe Eagles. Sie rücken in den anderen Hallen zusammen – teils mit zwei Mannschaften in je einer halben Halle.

Im Sophie-Scholl-Gymnasium und der Gemeinschaftsschule am Lehmwohld fällt der Sportunterricht ersatzlos aus. „Bei der fragilen Witterung ist kein Unterricht im Freien möglich“, sagt Hans-Joachim Sohrt. Statt einer Sperrung der Sporthalle hätte er sich durchaus Kompromisse vorstellen können: „Die Halle ist lichtdurchflutet und könnte ohne Weiteres genutzt werden. Wir könnten nur die Räume schließen, in die kein Tageslicht fällt.“ Er sieht kein Problem darin, wenn sich die Schüler statt in der Umkleidekabine in der Turnhalle selbst umzögen.

Diese Notlösung habe man „intensiv geprüft“, versichert Stadt-Sprecher Frank-Dieter Simon. Allerdings bestehe weiter das Risiko, „dass bei einem eventuellen Stromausfall im Sportzentrum die Notausgänge nicht ausgeleuchtet sind“. Daher bleibe es bei der Entscheidung, die Halle für den Schul- und Vereinssport zu sperren.

Es sei allerdings nicht ausgeschlossen, dass die Halle schon in Kürze wieder freigegeben werden könne. Donnerstagabend sei es den Technikern gelungen, die Anlage provisorisch zu reparieren. In der Nacht zu heute wurde getestet, ob die Anlage stabil läuft. Geht alles gut, könnte der Betrieb schon heute weitergehen.

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