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Norddeutsche Rundschau

20. November 2017 | 16:47 Uhr

Münsterdorf : Schuhkarton als Hoffnungsschimmer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bis zum 15. November läuft im Kreis Steinburg die Aktion Weihnachten im Schuhkarton. Ansprechpartnerin ist die Münsterdorferin Kerstin Mevert.

von
erstellt am 29.Okt.2017 | 16:12 Uhr

„Es gibt nur eine Geschenkaktion, die sich bundesweit Weihnachten im Schuhkarton nennen darf“, betont Kerstin Mevert. Und die wird jedes Jahr von Anfang Oktober bis Mitte November vom Verein Geschenke der Hoffnung organisiert. Der Titel der Aktion, die bereits in die 22. Runde geht, ist überdies urheberrechtlich geschützt.

Seit 15 Jahren ist Kerstin Mevert im Kreis Steinburg Ansprechpartnerin für alle, die einen solchen Schuhkarton für bedürftige Kinder packen wollen und betreut die Abgabestelle. In den vergangenen Jahren hatte die Firma Pohl-Boskamp in Hohenlockstedt die Pakete angenommen und die Transportkosten übernommen. Die Annahme ist in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen dort nicht mehr möglich, aber das Unternehmen finanziert weiterhin den Transport: 8 Euro pro Schuhkarton. „Pro Jahr sind es immer zwischen 500 und 800 Kartons“, erzählt Kerstin Mevert. Abgabestelle ist nun der ehemalige Topkauf-Laden in Münsterdorf. Bürgermeister Jörg Unganz habe das möglich gemacht, ist Kerstin Mevert dankbar für die Unterstützung der Gemeinde. Sie hofft wieder auf viele Steinburger, die mit dem liebevoll gepackten Schuhkarton Kindern, die in Armut leben, eine Weihnachtsfreude bereiten wollen. Sie können Kerstin Mevert telefonisch per Festnetz 04821/4092159 oder Handy 0173/1666701 erreichen und einen Abgabetermin vereinbaren.

Die Entscheidung, die Aktion Weihnachten im Schuhkarton für den Kreis Steinburg zu betreuen, hatte die Münsterdorferin eher zufällig getroffen. Es war der Geburtstag ihrer Tochter, als sie im Kino waren und den Werbespot für das damals erst sechs Jahre bestehende Projekt sahen. „Ich habe mich daraufhin schlau gemacht und festgestellt, dass die Aktion gut zu unterstützen ist“, erzählt Kerstin Mevert lächelnd. Nicht zu aufwendig, und gleichzeitig mit sozialem Lerneffekt auch für die eigenen Kinder. In dem Jahr stand die Aktion schon kurz vor dem Abgabeschluss, aber ein Jahr später begann Kerstin Mevert, sich dafür zu engagieren und war von Beginn an begeistert. „Alle haben fleißig mitgemacht.“ Ihre eigenen Kinder, deren Freunde und viele Bekannte packten Kartons. Und mit der Zeit wurden es immer mehr – zahlreiche Vereine, Kindergärten, Schulen, Unternehmen und Kirchengemeinden aus der Region sammeln fleißig.

„Wichtig ist, dass es neue Sachen sind, die in die Kartons gepackt werden“, betont die Münsterdorferin. Naschies wie einfaches Traubenzucker oder Vollmilchschokolade. „Nur nicht mit Nüssen oder Gelatine“, weist Kerstin Mevert auf Einfuhrbestimmungen hin. Gerne Zahnbürste und Zahnpasta sowie Schulsachen (Hefte und Stifte) – „und natürlich Kuscheltiere! Etwas Kleines zum Liebhaben“. Denn die Kinder, die die Weihnachtskartons bekommen, seien häufig traumatisiert. „Oft haben sie keine Eltern mehr, meistens haben sie auch noch nie vorher in ihrem Leben ein Geschenk bekommen.“ Darum sei jede Päckchenspende auch eine Botschaft von Glaube, Hoffnung und Liebe.

Bis zum 15. November können die weihnachtlichen Schuhkartons bei Kerstin Mevert abgegeben werden, die diese dann in Versandkartons verpackt, die per Lkw abgeholt und nach Berlin gebracht werden. Von der zentralen Sammelstelle aus gelangen die Pakete vorwiegend nach Osteuropa zu den Kindern, um ihnen zu Weihnachten ein Lachen ins Gesicht zu zaubern.

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