Schützenverein macht Hohenaspe lebens- und liebenswert

Im Laufe des 50-jährigen Vereinsbestehens übernahmen Albert Schmidt (re) und Hans-Friedrich Tiemann (li) den Vorsitz vor Hans-Jürgen Asbahr.
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Im Laufe des 50-jährigen Vereinsbestehens übernahmen Albert Schmidt (re) und Hans-Friedrich Tiemann (li) den Vorsitz vor Hans-Jürgen Asbahr.

Hervorgegangen aus der Faustballgruppe des Sportvereins feierten die Schützen jetzt ihr 50-jähriges Bestehen

shz.de von
31. Mai 2015, 15:05 Uhr

Mit einem Festkommers hat der Hohenasper Schützenverein von 1965 am Sonnabend sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. In der Gasstätte „Zur Linde“ begrüßte Hans-Jürgen Asbahr als Vorsitzender unter den zahlreichen Mitgliedern und Abordnungen befreundeter Schützenvereine unter anderem auch auch die Amtsvorsteherin vom Amt Itzehoe-Land, Renate Lüschow, Linda Schönwald als stellvertretende Bürgermeisterin, Maren Schümann vom Kreissportverband, Peter Krönert als Präsident des Norddeutschen Schützenbundes sowie Günter Voß als Vorsitzender des Kreischützenverbandes Steinburg.

Auf dem Programm standen jede Menge freundlicher Worte sowie die Ehrung langjähriger Mitglieder. Zum Jubiläum hatte der Vorsitzende zudem eine Chronik erstellt, die über die bewegte Historie des Vereins informierte.

Hervorgegangen war der am 1. Juni 1965 gegründete Schützenverein Hohenaspe aus der Faustballgruppe des Hohenasper Sportclubs, dem der Schützenverein noch bis zum Jahr 1978 als Sparte angehörte. „Damals konnte sich die Gruppe nur in den Sommermonaten treffen, da es noch keine Schützenhalle gab“, erinnerte Asbahr. Um in den Wintermonaten jedoch nicht die Verbindung zu verlieren, wurde einstimmig beschlossen, eine Schützenriege ins Leben zu rufen.

Als „Schießstand“ diente zunächst der Saal in der Gaststätte „Zur Doppeleiche“. Geschossen wurde mit dem ersten von Adolf Frank gestiftetem Luftgewehr. 1971 erhielt der Verein schließlich die Genehmigung zum Bau eines Luftgewehrstandes mit vier Ständen in der Gaststätte .

Positiv entwickelte sich die Anzahl der Mitglieder, so dass sich der Vorstand um Gründungsmitglied und den ersten Vorsitzenden Albert Schmidt mit der Planung eines eigenen Schützenheimes beschäftigte. Auf dem neuen Sportplatzgelände wurde schließlich ein Grundstück gefunden, auf dem Dank des Einsatzes von Pionieren der Bundeswehr eine 50-Meter-Schießbahn noch vor Baubeginn des 1977 fertig gestellten Schützenheimes errichtet werden konnte. Noch im selben Jahr erhielt der Verein die Genehmigung, den Schießbetrieb auf dem Luftgewehrstand aufzunehmen. Zwei Jahre später folgte die Betriebsgenehmigung für den Kleinkaliberstand. Besonders stolz sei der Verein über die seit 1996 bestehende Damenriege, so Asbahr.

Die ersten 30 Jahre des Vereins seien geprägt gewesen durch sportliche Aktivitäten, zu denen nicht nur interne Schießabende, sondern auch das Pokal-und Preisschießen für Hohenasper Bürger und Vereine gehörte. „1995 ging dann ein Ruck durch den Verein, die Mitgliederzahlen stiegen“, berichtete Asbahr, der wie seine Vorgänger Albert Schmidt (1965-1992) und Friedrich Tiemann (1992-2001) sehr viel Wert auf die Aus- und Weiterbildung der Schützen sowie auf die Jugendarbeit lege. Die Jugendarbeit sei mittlerweile seit 18 Jahren ein festes Standbein im 69 Mitglieder zählenden Verein.

In ihrem Grußwort zollte Amtsvorsteherin Renate Lüschow dem Schützenverein Lob für dessen Arbeit, die die Gemeinde Hohenaspe „erst lebens- und liebenswert“ mache. Den Glückwünschen schloss sich auch Maren Schümann an, die besonderes Gefallen an dem vielen „Lametta“ an den Revers der Schützen-Uniform fand. Auch sie bestätigte noch einmal, dass die Jugendarbeit in einem Verein sehr wichtig sei. Als eine „Attraktion der Gemeinde“ bezeichnete die stellvertretende Bürgermeisterin Linda Schönwald den Schützenverein.

Als Präsident des Norddeutschen Schützenbundes nahm Peter Kröhnert schließlich die Ehrungen verdienter Mitglieder vor. Für ihre zehnjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden Christa Kühl und Simone Stein. Seit 20 Jahren gehören Manfred Prüß, Klaus Neumann, Ingo Rathjen, Ingo Reinhard und Hans-Jürgen Asbahr dem Verein an. Für ihre 50-jährige Zugehörigkeit ausgezeichnet wurden Kurt Wagner, Hartmut Wiesenberg, Willi Rathjen, Bruno Asbahr, Heinrich Tiedemann, Ludolf Lipp und Albert Schmidt.

Weitere Ehrungen zuteil wurden zudem Christoph König, Ingo Reinhard, Bruno Asbahr, Rolf Grundmann und Hans-Jürgen Asbahr für ihre langjährige Vorstandsarbeit.

Mit einem Lichtpunktschießen der Gäste und musikalischer Darbietung durch den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Hohenaspe klang der Fest-Kommers des Vereins, der heute über einen 10 Meter Druckluftstand mit sechs Schießbahnen und einem 50 Meter Stand für Kleinkaliber mit vier Bahnen verfügt, aus.

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