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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 05:20 Uhr

Feuerwehr : Schützenhilfe für First Responder

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bayer Cares Foundation unterstützt die 18-köpfige Ersthelfertruppe der Burger Feuerwehr mit Ehrenamtspreis.

von
erstellt am 28.Okt.2014 | 17:07 Uhr

Drei Minuten von der Alarmierung bis zum Eintreffen am Einsatzort – ein rekordverdächtiger Wert. Die First Responder der Burger Feuerwehr schaffen das. Nicht immer, aber darum geht es auch nicht, wenn die 18 Mitglieder dieser spezielle geschulten Ersthelfergruppe in wechselnder Konstellation ausrücken. Sie stellen vielmehr eine wichtige Brücke dar, bis professionelles Rettungspersonal am Ort des Geschehens eintrifft. Oder wie Bürgermeister Hermann Puck gestern bei der Übergabe eines Ehrenamtspreises der Bayer Cares Foundation feststellte: „So manch einer lebte nicht mehr, wenn ihr nicht da gewesen wärt.“

Genau dieses Engagement der Feuerwehrleute über ihren regulären Dienst hinaus hat die Burger um ihren Ausbilder und Leiter Rami Müller dafür qualifiziert, diesen mit rund 5000 Euro dotierten Preis zu bekommen.

Er habe erstmal nachfragen müssen, was First Responder eigentlich machen, gab Werkleiter Dr. Klaus Gebauer zu. Aber dann war für ihn unstrittig, dass die noch junge Gruppe das Fördergeld verdient habe. Gebauer: „Die qualifizierte Betreuung der Verletzten am Unfallort ist wichtig, um menschliches Leben zu bewahren oder bedrohende Gefahren abzuwenden.“ Und weiter: „Wir freuen uns, dass wir die Feuerwehrleute in ihrem tatkräftigen Engagement unterstützen dürfen. Und wir hoffen, dass sich andere Menschen ein Vorbild an ihnen nehmen – und selbst innovative Wege gehen, um Lösungen für soziale Aufgaben zu finden.“

Seit dem 1. Januar 2013 ist die Gruppe innerhalb der 45-köpfigen Feuerwehr des Luftkurorts aktiv. Im Vorwege habe es viele Bedenken gegeben, erinnerte Hermann Puck. Vor allem, weil die Gemeindevertreter mit der Einrichtung der First Responder noch einen Kostenfaktor auf sich zukommen sahen. Doch rund 100 Einsätze später habe sich diese Haltung grundlegend geändert. Heute stehe die gesamte Gemeindevertretung hinter der Idee, bis zum Eintreffen medizinischen Fachpersonals die Stellung zu halten. Mal genüge ein Pflaster, mal müsse intensiv Wiederbelebung versucht werden, berichtete Rami Müller von der Spannbreite der Aufgaben. Zwei bis vier Mann rücken im Einsatzfall aus, genug, um zuweilen auch aufgeregte Angehörige zu beruhigen.

Im Umkreis von zwölf Kilometern um Burg fahren die First Responder bei Bedarf los. Mehr, sagt Wehrführer Thomas Kusch, sei nicht mehr sinnvoll, dann sei in der Regel auch die Rettungswagenbesatzung schon vor Ort. Die Burger Truppe ist eine von dreien in Dithmarschen. First Responder unterhält noch die Freiwillige Feuerwehr Brunsbüttel und das DRK in Heide. Dabei, sagt Rami Müller, sei gerade im ländlichen Raum der Vorteil von schneller und sachkundiger Ersthilfe nicht von der Hand zu weisen. Immerhin hat jeder der Burger First Responder eine spezielle notfallmedizinische Schulung durchlaufen – 100 Stunden lang.

Für das Geld von Bayer haben sich die Burger eine eigene Einsatzkleidung in den Farben der Rettungssanitäter zugelegt, auf dem Rücken weist ein Aufnäher darauf, dass es sich um First Responder handelt.

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