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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 05:35 Uhr

Schülerzahlen: Gymnasien vorn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Anmeldungen der Fünftklässler sind gelaufen

von
erstellt am 14.Mär.2016 | 05:00 Uhr

Die Kaiser-Karl-Schule (KKS) ist die Gewinnerin. Die Wolfgang-Borchert-Gemeinschaftsschule (WBS) schwächelt. Die anderen bewegen sich in gewohnten Bahnen – so sieht es aus, das Ergebnis der Anmeldungen für die weiterführenden Schulen im neuen Schuljahr.

Die KKS kommt auf 110 neue Fünftklässler, mehr als die doppelte Anzahl gegenüber des vergangenen Jahres, als es einen Einbruch auf 54 Anmeldungen gab. Das Sophie-Scholl-Gymnasium ist mit 85 fast auf demselben Stand wie vor diesem Schuljahr, den höchsten Wert erreichte erneut die Auguste-Viktoria-Schule (AVS) mit 124. Das sind 22 weniger als im Vorjahr, „mehr als zufrieden mit der Zahl“ äußert sich AVS-Leiter Norbert Hartung. „Ich bin froh, dass das Pendel nicht total in die andere Richtung ausgeschlagen ist.“ Platz sei genug da, „klamm“ werde es eher beim Personal.

Alle drei Gymnasien liegen über den Prognosen, die KKS mit 110 statt vorhergesagter 87 Anmeldungen am deutlichsten. Das Gymnasium sei „wieder gut im Rennen“, sagt Andreas Arndt, Leiter des Amtes für Bildung. Eine Rolle habe dabei sicher der Präsentationstag gespielt, von dem er viel Gutes gehört habe. Der Eindruck nach außen sei gut gewesen, meint auch KKS-Leiter Martin Baudach. Aber zudem hätten sich „Geschwistereffekte“ ausgewirkt, und im vergangenen Jahr habe auch noch die Konkurrenz durch Kellinghusen in den wichtigen Einzugsgebieten östlich der Stadt durchgeschlagen. Jetzt ist Baudach froh über das Resultat: „Wir kehren einfach wieder zur Normalität zurück.“ Positiv für die Wahrnehmung sei oft auch, wenn etwas neu an der Schule sei – wie in diesem Fall deren Leiter.

Das sieht sein ebenfalls neuer Kollege von der Wolfgang-Borchert-Schule andersherum: „Ein Wechsel erzeugt immer Unruhe“, sagt Sven-Eric Leisner. Vor allem dann, wenn die Besetzung spät erfolge, doch Eltern wollten Stabilität für ihre Kinder. Mit 54 Anmeldungen hinkt die Gemeinschaftsschule weit hinterher, die Klosterhof-Schule ist mit 78 Fünftklässlern wieder stark nachgefragt, 74 sind es an der Gemeinschaftsschule am Lehmwohld. Für die WBS sei Spurensuche angesagt, sagt Amtsleiter Arndt. Ein Grund könne sein, dass nach dem Wechsel von der Regional- zur Gemeinschaftsschule die Fahrten nicht mehr kostenlos seien, wenn es näher gelegene Angebote gibt. Das vermutet auch Leisner: „Die kompletten Bereiche Wacken und Schenefeld sind uns weg gebrochen, wo wir im Grunde als Regionalschule noch eine Klasse hatten.“

Etwas Luft für die WBS sei nicht schlecht, findet Arndt, dennoch sei Dreizügigkeit wünschenswert. Leisner kann sich vorstellen, „in Zeiten gut gemachter Inklusion“ drei kleine Klassen einzurichten, weiß aber auch, dass die Schülerzahl wachsen muss. Das werde sie, meint er: „Ich erwarte in den nächsten Jahren eine gewisse Rückwärtsbewegung von den Gymnasien.“ Bei den anderen Gemeinschaftsschulen sei kein Platz, bestätigt Arndt. Zudem müsse die WBS aber ihr Profil schärfen – das passiere, aber ohne Aktionismus, sagt Leisner. Ganz oben auf der Liste steht das Angebot einer offenen Ganztagsschule, die die WBS bisher nicht hat. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass sich das bald ändert.“

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